Oldenburg – Wie lässt sich automatisiertes Fahren durch das Hören von Außengeräuschen noch sicherer machen? Dieser Frage widmet sich der Institutsteil Hör-, Sprach- und Audiotechnologie HSA des Fraunhofer IDMT in einem zukunftsweisenden Projekt. Im Rahmen von „KI4BoardNet“ testeten die Forschenden gemeinsam mit CARIAD SE neue Außenmikrofone und Messtechnik – unter anderem auf verschneiten Teststrecken in Schweden.
Die Versuchsfahrzeuge sind mit robuster Hardware ausgestattet, die selbst bei Nässe, Eis und Hitze zuverlässig Umgebungsgeräusche wie etwa herannahende Einsatzfahrzeuge erkennen kann. Ziel ist es, akustische Informationen mit bestehenden Kamera- und Radarsystemen zu kombinieren, um automatisierte Fahrfunktionen präziser und sicherer zu machen. Auch die Interaktion per Sprachbefehl von außerhalb des Fahrzeugs wird erprobt.
„Unsere Tests zeigen, dass akustische Sensorik das Potenzial hat, die Fahrzeugsicherheit auf ein neues Niveau zu heben“, sagt Hagen Jaeger von CARIAD. Die gesammelten Daten fließen nun in die Weiterentwicklung der KI-basierten Fahrzeugsysteme ein.
Neben der Sensorik wird auch das Bordnetz neu gedacht: Im Projekt KI4BoardNet geht es darum, Fahrzeuge mit intelligenten Energie- und Datenstrukturen auszustatten. Denn künftige Anwendungen erfordern eine stabile Spannungsversorgung und hohe Rechenleistungen – etwa für die Echtzeitverarbeitung von Audio- und Fahrdaten.