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Wie Darmbakterien beim Abnehmen helfen

Wie Darmbakterien beim Abnehmen helfen – und was man dafür tun kann

Meppen. Wer Gewicht verlieren möchte, sollte nicht nur Kalorien zählen – auch die Darmflora spielt eine entscheidende Rolle. Wissenschaftliche Studien zeigen: Mikroben im Darm beeinflussen, wie effizient der Körper Nahrung verwertet, wann wir Hunger verspüren und wie Fette gespeichert werden. Eine gezielte Förderung „guter“ Bakterien kann beim Abnehmen unterstützen.

Der Stoffwechsel beginnt im Darm

Die Zusammensetzung des Mikrobioms entscheidet darüber, wie viele Kalorien aus der Nahrung tatsächlich im Körper ankommen. Ein hoher Anteil an sogenannten Firmicutes-Bakterien kann dazu führen, dass pro Tag bis zu 150 Kilokalorien mehr aufgenommen werden – das summiert sich über Monate zu mehreren Kilos. Günstiger ist eine Darmflora, die von Bacteroidetes dominiert wird.

Hormone unter mikrobischer Kontrolle

Einfluss nehmen die Darmbakterien auch auf das hormonelle Gleichgewicht: Sie regen die Bildung von Ghrelin und Leptin an – Hormone, die Hunger und Sättigung regulieren. Vor allem Lactobacillus- und Bifidobacterium-Stämme fördern ein früheres Sättigungsgefühl, was Diätwilligen das Durchhalten erleichtert.

Nährstoffverwertung und Fettspeicherung

Weitere Mikroben wie Akkermansia muciniphila oder Faecalibacterium prausnitzii helfen bei der Verdauung, verbessern die Aufnahme von Nährstoffen und senken das Risiko, überschüssige Kalorien als Körperfett zu speichern. Ein vielfältiges Mikrobiom wirkt sich also direkt auf die Energiebilanz aus.

Neue Therapien mit gezielten Keimen?

Erste Studien erforschen sogar den therapeutischen Einsatz bestimmter Bakterien wie Clostridioides difficile. In kontrollierter Anzahl könnten diese Mikroben die Nahrungsaufnahme im Darm hemmen – und so den Gewichtsverlust beschleunigen. Noch befindet sich dieser Forschungszweig jedoch in der Anfangsphase.

Tipps für eine gesunde Darmflora

Wer sein Mikrobiom unterstützen will, kann mit einfachen Mitteln viel erreichen:

  • Ballaststoffe: Viel Obst, Gemüse und Vollkornprodukte essen
  • Fermentierte Lebensmittel: Joghurt, Sauerkraut oder Kefir liefern lebende Kulturen
  • Probiotika und Präbiotika: Nach Rücksprache gezielt ergänzen
  • Antibiotika vermeiden: Sie zerstören nützliche Bakterien nachhaltig

Ein gesunder Darm ist also mehr als eine Verdauungsfrage – er kann der Schlüssel zu nachhaltigem Abnehmerfolg sein.

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