Nordhorn. Die Vision einer reaktivierten Zugverbindung zwischen Bad Bentheim und Gildehaus kommt dem Ziel spürbar näher. Die Strecke ist jetzt offiziell in die finale vierte Stufe des niedersächsischen Reaktivierungsprogramms aufgerückt – ein bedeutender Meilenstein, der konkrete Hoffnungen auf eine Rückkehr des Personenzugverkehrs in die Region nährt.
Das Niedersächsische Verkehrsministerium gab diese Woche bekannt, dass die 5,2 Kilometer lange Strecke zu den sechs Kandidaten im Land gehört, für die eine Investitionsförderung nach dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz des Bundes geprüft wird. Damit wird es in den kommenden zwei Jahren ernst: Kosten, Betriebskonzepte und konkrete Planungen sollen auf den Weg gebracht werden. Partner in diesem Prozess sind die Bentheimer Eisenbahn AG (BE), das Verkehrsministerium, die Landesnahverkehrsgesellschaft (LNVG), der Landkreis Grafschaft Bentheim sowie die Stadt Bad Bentheim.
Dr. Elke Bertke, zuständige Dezernentin im Landkreis, sieht die Entwicklung als klaren Vertrauensbeweis: „Dass wir es in die entscheidende Phase geschafft haben, bestätigt unsere Einschätzung zum Potenzial dieser Strecke. Die Rahmenbedingungen sind gut – und wir sind zuversichtlich, dass unsere Bahnstrecke am Ende zu den Reaktivierungsprojekten gehört, die tatsächlich umgesetzt werden.“
Die Reaktivierung soll nicht nur den Bahnhof in Bad Bentheim entlasten, sondern auch den Umstieg vom Bus auf die Bahn attraktiver machen. Schon jetzt zeigt sich: Die Region will die Verkehrswende – und mit diesem Schritt kommt sie ihr einen entscheidenden Kilometer näher.