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Perspektivwechsel im Rollstuhl

Meppen: Perspektivwechsel im Rollstuhl bringt neue Einsichten für angehende Therapeuten

Meppen. Einen Tag im Rollstuhl verbringen – diese eindrucksvolle Erfahrung machten kürzlich die Schülerinnen und Schüler der Physiotherapieschule am Ludmillenstift. Das Sanitätshaus Maul gestaltete am 19. August 2025 einen Aktionstag, der Wissen, Selbsterfahrung und Bewusstseinsbildung miteinander verband.

Alltag mit Querschnittslähmung – Vortrag mit persönlicher Note

Zum Auftakt des Projekttags hielt Christian Willenborg vom Sanitätshaus Maul einen praxisnahen Vortrag über das Leben mit einer Querschnittslähmung. Er erläuterte zentrale Themen wie Alltagsbewältigung, Hilfsmittelversorgung, Antragstellung bei Krankenkassen sowie berufliche Integration. Auch sportliche Möglichkeiten für Menschen mit körperlicher Beeinträchtigung kamen zur Sprache.

Rollstuhlerfahrung auf dem Schulhof

Im Anschluss konnten die Teilnehmenden selbst erleben, welche Herausforderungen sich im Rollstuhl stellen – beim Überwinden von Bordsteinkanten, dem Manövrieren durch Türen oder dem Erreichen höher gelegener Gegenstände. Die praktische Selbsterfahrung rief bei vielen Aha-Momente hervor und stärkte das Verständnis für Barrieren im Alltag.

Nachhaltiger Lerneffekt für die therapeutische Ausbildung

Die Initiative soll nicht nur Wissen vermitteln, sondern auch Empathie fördern. „So ein Perspektivwechsel verändert den Blick auf Patientinnen und Patienten“, fasste eine Teilnehmerin ihren Eindruck zusammen. Das Feedback aus der Schülerschaft war durchweg positiv.

Inklusion beginnt mit Verständnis

Aktionen wie diese machen deutlich, wie wichtig praktische Erfahrungen für Berufe im Gesundheitswesen sind. Die Physiotherapieschule Meppen und das Sanitätshaus Maul setzen damit ein starkes Zeichen für gelebte Inklusion – ein Thema, das auch im Emsland zunehmend an Bedeutung gewinnt.

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