Schwerer Schlag für den SC Spelle-Venhaus: Mittelstürmer Elias Strotmann hat sich im Heimspiel gegen Eintracht Braunschweig II eine komplexe Knieverletzung zugezogen. Dem 28-Jährigen droht eine Auszeit von bis zu zwölf Monaten.
Verletzung schlimmer als zunächst gedacht
Die Szene wirkte zunächst harmlos: Strotmann sprang zum Kopfball hoch, landete auf beiden Beinen und blieb stecken. „Ich habe ein Knacken gehört. Ich konnte sogar noch weiterspielen“, erinnert sich der Angreifer. In der 53. Minute wurde er durch Tom Winnemöller ersetzt. Das ganze Ausmaß der Verletzung zeigte sich erst später: Die MRT-Untersuchung ergab Anrisse am vorderen und hinteren Kreuzband sowie am Innenmeniskus. Der Meniskus muss operiert werden. Für Strotmann ist es bereits die zweite schwere Knieverletzung seiner Karriere – als 17-Jähriger hatte er schon einen Kreuzbandriss erlitten.
„Das ist ganz bitter für Elias“, sagt Spelles Sportlicher Leiter Tobias Harink. Auch die Mannschaft habe sehr betroffen reagiert. Der Stürmer befand sich seit Wochen in Topform. Gegen Heeslingen erzielte er ein spektakuläres Tor aus etwa 50 Metern, das in den sozialen Medien große Aufmerksamkeit erregte. Ein Video liegt beim Niedersächsischen Fußballverband und beim ZDF vor.
Trainer verliert wichtige Offensiv-Option
Strotmann war zur vergangenen Saison vom westfälischen Oberligisten 1. FC Gievenbeck nach Spelle-Venhaus gewechselt. In 47 Pflichtspielen erzielte er 17 Tore für die Schwarz-Weißen. Mit ihm und Winnemöller verfügte Trainer Henry Hupe über zwei starke Mittelstürmer mit unterschiedlichen Spielertypen. Gegen Wilhelmshaven liefen beide zusammen in der Startelf auf – eine Option, die durch Strotmanns Verletzung vorerst wegfällt.