Am Mittwoch Vollsperrung

Straßenbau in Niedersachsen: Baum-Nachpflanzungen und Sanierungsprojekte im Überblick

400 neue Bäume für Region Hannover und Landkreis Hildesheim

Die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr startet vom 1. bis 12. Dezember eine groß angelegte Nachpflanzungsaktion. Insgesamt 400 neue Bäume werden entlang von Bundes- und Landesstraßen gepflanzt, um die durch Sturmschäden, Schädlingsbefall und Trockenstress entstandenen Lücken im Baumbestand zu schließen. Betroffen sind unter anderem Abschnitte der B 1, B 3, B 6, B 65, B 443 sowie die Landesstraßen L 391, L 413 und L 477.

Julia Fundheller, Leiterin des Geschäftsbereichs Hannover, betont die ökologische Bedeutung: „Die neuen Gehölze sind ein wichtiger Bestandteil für Tiere, Pflanzen und ein erhaltenswertes Ökosystem.“ Gepflanzt werden vor allem trocken- und schnittverträgliche Arten wie Tilia cordata ‚Greenspire‘, die sich für die besonderen Standortbedingungen im Straßenseitenraum eignen. Die Kosten für die Maßnahme belaufen sich auf rund 470.000 Euro. Verkehrsteilnehmende müssen mit leichten Einschränkungen wie halbseitigen Sperrungen rechnen.

Radwegerneuerung an der B 403 abgeschlossen

Im Landkreis Grafschaft Bentheim ist die Sanierung des Radwegs entlang der B 403 zwischen Uelsen und Wilsum abgeschlossen. Auf einer Länge von 5,6 Kilometern wurde der Weg unter Vollsperrung erneuert. Verzögerungen entstanden durch starke Regenfälle und zusätzliche Arbeiten im Untergrund. Die Kosten liegen bei rund 600.000 Euro. Seit dem 28. November ist die Strecke wieder für den Radverkehr freigegeben – ein wichtiger Beitrag zur sicheren und komfortablen Mobilität im ländlichen Raum.

Vollsperrung auf der B 3 bei Adensen

Ab dem 1. Dezember beginnt die Asphaltierung des Knotenpunkts Adensen (Landkreis Hildesheim) im Zuge der B 3. Der gesamte Bauabschnitt erhält eine neue Asphaltbinder- und Deckschicht. Die Arbeiten dauern bis Mitte Dezember und erfolgen unter Vollsperrung. Eine Umleitung über die Kreisstraße 505 und die Landesstraßen 461, 422 und 460 ist ausgeschildert.

Hintergrund ist der umfassende Ausbau des Knotenpunkts: Geplant sind Linksabbiegespuren, Querungshilfen für Rad- und Fußgänger sowie eine Lichtsignalanlage. Zudem wird die Fahrbahn auf einer Länge von 1,8 Kilometern saniert und in einen sogenannten 2+1-Querschnitt überführt. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 3,5 Millionen Euro, finanziert durch den Bund. Die Fertigstellung ist für das erste Halbjahr 2026 vorgesehen.

Adendorf: Bauabschnitt drei der B 209 abgeschlossen

Auch im Landkreis Lüneburg gibt es Fortschritte: Die Arbeiten am dritten Bauabschnitt der Fahrbahnerneuerung der Ortsdurchfahrt Adendorf sind abgeschlossen. Ab dem 3. Dezember ist die Strecke wieder befahrbar. Restarbeiten wie Kleinbeschilderung und Seitenraumgestaltung werden bis Mitte Dezember erledigt. Im Frühjahr 2026 folgt der vierte und letzte Bauabschnitt, der die Kreuzung B 209/Dorfstraße und den Ortsausgang umfasst. Für die abschließenden Arbeiten ist eine Bauzeit von etwa sechs Wochen vorgesehen.

Bedeutung für Verkehrssicherheit und Infrastruktur

Die genannten Projekte zeigen die Bandbreite der Maßnahmen, die die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr derzeit umsetzt: von ökologischen Nachpflanzungen über die Sanierung von Radwegen bis hin zu komplexen Straßenbauprojekten. Ziel ist es, die Verkehrssicherheit zu erhöhen, die Infrastruktur zu modernisieren und gleichzeitig den ökologischen Wert der Straßenräume zu erhalten.

Die Behörde weist darauf hin, dass es witterungsbedingt zu Verzögerungen kommen kann, und bittet alle Verkehrsteilnehmenden um Verständnis. Weitere Informationen zu den Projekten sind auf dem Portal der Landesbehörde unter www.strassenbau.niedersachsen.de verfügbar.

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