Frankfurt am Main – Erfolgsgeschichte der 3. Liga
Die 3. Liga befindet sich im Aufwind: Mit Rekordzahlen in den Stadien und einer stabilen finanziellen Basis blickt die Liga auf ihre bisher erfolgreichste Saison zurück. Der vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) veröffentlichte Saisonreport 2023/2024 unterstreicht, dass die 3. Liga als Sprungbrett für Talente und als attraktives Wettbewerbsumfeld stetig an Bedeutung gewinnt.
Finanziell stabil wie nie zuvor
Die wirtschaftlichen Kennzahlen der Drittligisten zeigen eine deutliche Verbesserung. Die Erträge der 18 Klubs mit ersten Mannschaften stiegen in der vergangenen Saison um 24,3 Prozent auf 291,61 Millionen Euro. Im Vergleich zu 2017/2018 haben sich die Gesamterträge der Liga nahezu verdoppelt. Auch das Eigenkapital pro Klub erreichte mit durchschnittlich 1,19 Millionen Euro ein neues Rekordhoch. Erstmals wiesen ebenso viele Klubs einen Jahresüberschuss wie einen Fehlbetrag aus (9:9). Besonders bemerkenswert: Kein Verein musste während der Saison mit Liquiditätsproblemen kämpfen.
Zuschauerliebling unter den dritten Ligen Europas
Auch in den Stadien boomt die 3. Liga. Mit 3,69 Millionen Zuschauern und einem Schnitt von 9700 pro Spiel erreichte sie einen neuen Rekord. Damit liegt sie gleichauf mit der englischen League One und ist europaweit die Nummer eins unter den dritten Ligen. In der laufenden Saison ist der Zuschauerschnitt sogar auf 11.000 gestiegen.
In der Rangliste aller europäischen Profiligen steht die 3. Liga inzwischen auf Platz 19 und lässt dabei Ligen wie die österreichische Bundesliga und erste Ligen in Norwegen und Kroatien hinter sich. Im Vergleich mit zweiten Ligen überholt sie erstmals Frankreich und Italien und rangiert hinter der 2. Bundesliga, der englischen Championship und der spanischen Segunda División.
Sprungbrett für Talente
Die sportliche Bedeutung der 3. Liga zeigt sich in der Entwicklung junger Spieler: Noch nie gehörten mehr Spieler mit Drittligavergangenheit der deutschen Nationalmannschaft an als 2024. Zehn aktuelle Nationalspieler, darunter Joshua Kimmich, Antonio Rüdiger und Niclas Füllkrug, haben mindestens 20 Spiele in der 3. Liga absolviert. Auch die U-Nationalmannschaften profitieren: 15 Talente aus der 3. Liga waren in der vergangenen Saison Teil der deutschen Nachwuchsteams.
Mit 27 Prozent der Gesamteinsatzzeiten liegt der Anteil junger deutscher Spieler (U 23) in der 3. Liga deutlich über den Werten der Bundesliga (6,5 Prozent) und der 2. Bundesliga (19 Prozent). Durchschnittlich stehen in jedem Spiel fünf U-23-Spieler pro Mannschaft auf dem Platz.
Ausblick und Potenzial
DFB-Vizepräsident Peter Frymuth betont die solide Entwicklung der 3. Liga: „Die Vereine leisten hervorragende Arbeit und schaffen eine immer stabilere Basis für die Zukunft. Gleichzeitig bleibt die Liga eine Herausforderung, die kontinuierliches Engagement erfordert.“ Besonders die gezielte Talentförderung soll weiter intensiviert werden, um den deutschen Fußball nachhaltig zu stärken.
Quelle: Deutscher Fußball-Bund e.V.