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Startevent des Interregprojekts DIWA am 02. Oktober 2024 auf dem Landgut Singraven

Grenzüberschreitende Zusammenarbeit gegen Trockenheit: DIWA-Projekt startet mit Auftaktveranstaltung in Denekamp

Meppen/Singraven – Die zunehmende Trockenheit stellt auch den Nordwesten Deutschlands und die angrenzenden Regionen der Niederlande vor große Herausforderungen. Um dem gemeinsam zu begegnen, startete das grenzüberschreitende Interreg-Projekt „DIWA – Trockenheitsstrategien in der Wasserwirtschaft“ auf dem Landgut Singraven in Denekamp (NL). Das Projekt verfolgt bis 2027 das Ziel, innovative und nachhaltige Strategien im Wassermanagement zu entwickeln und zu testen, um den intensiven Trockenphasen der letzten Jahre wirksam zu begegnen.

Auftakt mit Vorträgen und Diskussionen

Gerald Aveskamp vom Waterschap Vechtstromen begrüßte die Projektpartner und hob die Bedeutung der länderübergreifenden Zusammenarbeit hervor. Verschiedene Fachvorträge und eine Podiumsdiskussion mit deutschen und niederländischen Fachleuten, moderiert von Joanne Vinke von der Universität Twente, vertieften das Thema. Zu den Diskussionspunkten zählten die dringende Notwendigkeit, Grundwasserressourcen nachhaltig zu schützen, die Herausforderungen durch ökologische Folgen der Trockenheit und der Aufbau widerstandsfähiger Wasserwirtschaftssysteme. „Das DIWA-Projekt ist ein bedeutender Schritt zur Entwicklung gemeinsamer Lösungen, um den Wasserhaushalt nachhaltig zu sichern,“ so Dr. Michael Kiehl, Kreisbaurat des Landkreises Emsland.

Ziele und Maßnahmen des DIWA-Projekts

Das DIWA-Projekt verfolgt einen umfassenden Ansatz, um das Trockenheitsmanagement zu optimieren:

  • Forschung und Innovation: Automatisierte Messsysteme für Niederschlag und Grundwasser sollen helfen, Daten präzise zu erheben und besser zu interpretieren. Auf Grundlage dieser Daten können Wissenschaftler die Steuerung und das Management von Wasserressourcen anpassen.
  • Pilotprojekte im Projektgebiet: An ausgewählten Standorten werden Pilotmaßnahmen erprobt, um Wassermangel zu bewältigen und die Wirksamkeit verschiedener Strategien in der Praxis zu testen.
  • Entwicklung von Szenarien und digitalen Leitfäden: Ein digitaler Leitfaden fasst alle Erkenntnisse zusammen und unterstützt Behörden, Wassermanager und andere Akteure, geeignete Maßnahmen für ihre Regionen zu finden.

Unterzeichnung des Startdokuments

Zum Abschluss der Veranstaltung unterzeichneten die Projektpartner das DIWA-Startdokument und setzten damit den offiziellen Startschuss für das Projekt. Neben dem Landkreis Emsland engagieren sich neun weitere Partner aus Deutschland und den Niederlanden, darunter die Waterschappen Vechtstromen und Rijn en IJssel, die Provinzen Gelderland und Overijssel, die Universität Twente sowie die Kreise Borken, Steinfurt und Grafschaft Bentheim. Initiator des Projekts ist die „Grenzüberschreitende Plattform für regionale Wasserwirtschaft“ (GPRW), die das Projekt auch koordiniert.

Finanzierung und Unterstützung

Das DIWA-Projekt ist Teil des INTERREG-Programms Deutschland-Nederland und verfügt über ein Budget von über 6,5 Millionen Euro. Finanziert wird es durch die Europäische Union sowie durch nationale und regionale Behörden wie das Niedersächsische Ministerium für Bundes- und Europaangelegenheiten und Regionale Entwicklung und das nordrhein-westfälische Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie.

Für weitere Informationen besuchen Sie gprw.eu.

Foto: Feierlicher Auftakt für das DIWA-Projekt – Die Vertreterinnen und Vertreter der Partnerinstitutionen unterzeichneten das Startdokument auf dem Landgut Singraven in Denekamp. (v. l.): Tom Voortman (EUREGIO), Dr. Michael Kiehl (Landkreis Emsland), Lara Wöhler (Universität Twente), Bernd Garvert (Kreis Borken), Antoinet Looman (Waterschap Rijn en IJssel), Gerald Aveskamp (Waterschap Vechtstromen), Suzanne van den Bos (Provinz Gelderland), Dr. Rolf Winters (Kreis Steinfurt), Hans Vennemann (Vechteverband) und Roberto Goncalves (Landkreis Grafschaft Bentheim). (Foto: GPRW)

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