Ökolandbau erfolgreich gestalten: Vertrauen und Innovation als Schlüssel

Ökolandbau erfolgreich gestalten: Vertrauen und Innovation als Schlüssel

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Die Landwirtschaftskammer Niedersachsen betont, wie wichtig Vertrauen und innovative Konzepte für den Erfolg im ökologischen Landbau sind. Auf der Messe „Heizen mit Holz“ in Leese wurde diese Botschaft mit klaren Beispielen aus der Praxis untermauert. Betriebe, die auf Ökolandbau setzen, sind auf das Vertrauen ihrer Kund

angewiesen, um langfristig stabile Märkte und Absatzwege zu sichern. Dies gilt besonders in ländlichen Regionen wie der Grafschaft Bentheim, wo ein starkes Bewusstsein für nachhaltige Landwirtschaft wächst.

Neben dem Faktor Vertrauen ist die kontinuierliche Weiterentwicklung innovativer Konzepte entscheidend. Die Landwirtschaftskammer ermutigt Betriebe dazu, durch Direktvermarktung und eine diversifizierte Produktpalette neue Absatzwege zu erschließen und sich klar von der Konkurrenz abzuheben. In der Grafschaft und anderen Regionen haben sich bereits Netzwerke gebildet, die durch Zusammenarbeit und regionale Partnerschaften die Vermarktung stärken und den Zugang zu nachhaltigen Produkten vereinfachen.

Die Veranstaltung bot auch Einblicke in die Potenziale und Herausforderungen moderner Technologien im Ökolandbau. Zu den gefragtesten Themen zählten emissionsarme Heiztechniken, Photovoltaik und Biogasanlagen, die landwirtschaftlichen Betrieben neue Wege zur Senkung der Energiekosten eröffnen. Diskutiert wurde auch die Wirtschaftlichkeit von Öko-Investitionen, die in den letzten Jahren durch steigende Anlagen- und Installationskosten herausfordernder geworden ist. Gerade in Gebieten wie der Grafschaft sind diese Technologien wertvolle Optionen für Betriebe, die ihre ökologische Verantwortung ernst nehmen und gleichzeitig kosteneffizient arbeiten wollen.

Ein weiteres Thema war die EEG-Vergütung, die für Photovoltaik-Anlagen derzeit über einer Grenze von 400 kW entfällt, wenn negative Strompreise auftreten. Diese Regelung könnte ab 2025 auch für kleinere Anlagen gelten, was für viele Landwirte eine Herausforderung darstellt. Solche Themen unterstreichen, wie wichtig es ist, dass Ökobetriebe auch in Zukunft politische Unterstützung erhalten, um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben.

Auf der Messe präsentierte die Landwirtschaftskammer zusätzlich praxisnahe Strategien zur Optimierung der Effizienz von Holzheizungen und zur Nutzung regionaler Energieressourcen. Die Beratung durch Experten und die Fachvorträge stießen auf großes Interesse und zeigten, dass die Nachfrage nach Lösungen für eine zukunftsfähige Landwirtschaft weiter wächst.

Foto: Gerhard Schwetje, LWK-Präsident (von links), und Dr. Alexandra Wichura, Leiterin Fachbereich Ökologischer Landbau, begrüßten die Referentinnen Prof. Maria Finckh (Universität Kassel), Diana Schaack (AMI) und Dr. Inken Christoph-Schulz (Thünen-Institut).
© Heiko Borchers

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