Weltmarkt 2025 bei 80 Mio. Fahrzeugen

VDA fordert wirtschaftspolitischen Neustart: „2025 als Jahr der Trendwende“

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Berlin – Der Verband der Automobilindustrie (VDA) hat in seiner Jahrespressekonferenz unter Leitung von Präsidentin Hildegard Müller einen dringenden Aufruf für einen wirtschaftspolitischen Neustart in Deutschland gestartet. Mit Blick auf die Herausforderungen von Wettbewerbsfähigkeit, Klimaschutz und Wachstum betonte Müller: „2025 muss das Jahr eines grundlegenden Mentalitätswandels und Politikwechsels werden, um Deutschland wieder an die Spitze der internationalen Wirtschaft zu bringen.“

Kernforderungen des VDA:

  1. Standortattraktivität stärken: Die Energiepreise in Deutschland sind laut Müller ein massiver Wettbewerbsnachteil. „Gas- und Stromkosten müssen deutlich gesenkt werden, um Unternehmen und Verbraucher zu entlasten.“
  2. Digitalisierung vorantreiben: Fehlende Infrastruktur und überregulierte Gesetzgebung behindern digitale Innovationen. „Eine praxisnahe Umsetzung des AI Acts und eine neue KI-Strategie sind dringend erforderlich.“
  3. Bürokratieabbau und steuerliche Entlastung: Deutschland ist Spitzenreiter bei Steuer- und Bürokratielasten. Der Solidaritätszuschlag und hohe Steuerbelastungen gefährden Investitionen.
  4. Investitionen in Klimaschutz und Innovation: Die Automobilindustrie plant bis 2029 rund 540 Milliarden Euro für Forschung, Entwicklung und Werksmodernisierung – ein Großteil dieser Investitionen fließt jedoch ins Ausland.

Prognosen und Ausblick auf 2025:

  • Marktwachstum: Der deutsche Pkw-Markt wird voraussichtlich leicht auf 2,8 Mio. Einheiten ansteigen. Besonders Elektrofahrzeuge zeigen mit einem erwarteten Plus von 53 Prozent ein starkes Wachstum.
  • Produktion: Die Inlandsproduktion von Elektro-Pkw soll um 24 Prozent steigen, was Deutschland als zweitgrößten Produktionsstandort weltweit stärkt.
  • Export: Ein leichter Anstieg um 2 Prozent auf 3,2 Mio. Einheiten wird prognostiziert.

Hildegard Müller zeigte sich optimistisch: „Wir haben in Deutschland das Know-how und die Innovationskraft, die es braucht. Aber nur mit einer wirtschaftsfreundlichen Politik, weniger Bürokratie und einer klaren Innovationsagenda können wir unsere internationale Spitzenposition behaupten.“

Weitere Details und die Präsentation des Chefvolkswirts Dr. Manuel Kallweit sind auf der offiziellen VDA-Website abrufbar.

Quelle: Verband der Automobilindustrie e. V.

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