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Maul- und Klauenseuche: Landkreis Emsland ruft Tierhalter und Jäger zur Wachsamkeit auf

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Nach dem Ausbruch der hochansteckenden Maul- und Klauenseuche (MKS) in Brandenburg hat der Landkreis Emsland vorsorglich den lokalen Tierseuchenkrisenstab aktiviert. Landrat Marc-André Burgdorf betont die besondere Verantwortung der Region als einer der nutztierstärksten Landkreise Deutschlands.

Vorsorgemaßnahmen und Meldepflichten

Im Landkreis Emsland werden mehr als 200.000 Rinder, knapp 1,5 Millionen Schweine sowie über 11.000 Schafe und Ziegen gehalten. Diese Tiere sind besonders anfällig für die Maul- und Klauenseuche. Auch Wildschweine sowie Rot-, Reh- und Damwild können betroffen sein.

Tierhalter werden dringend aufgefordert, Biosicherheitsmaßnahmen konsequent einzuhalten. Verdächtige Symptome wie Fieber, vermehrter Speichelfluss, gerötete Mundschleimhaut oder Bläschen an Klauen und Zitzen müssen umgehend dem Fachbereich Veterinärwesen und Verbraucherschutz des Landkreises gemeldet werden. Fachbereichsleiterin Dr. Michaela Timmer warnt, dass infizierte Tiere bereits durch die Atemluft hochansteckend seien und eine rasche Verbreitung der Seuche drohe.

Besondere Hygienemaßnahmen für Jäger

Jäger werden aufgefordert, Jagdausrüstung und Kleidung nach der Jagd gründlich zu reinigen und landwirtschaftliche Betriebe mit Klauentierhaltung nicht direkt danach zu betreten. Jagdreisen in die betroffenen brandenburgischen Landkreise sollten bis auf Weiteres vermieden werden.

Regionale Seuchenschutzmaßnahmen

Das Tierseuchenlogistikzentrum in Sögel sowie das Interkommunale Tierseuchenlogistikzentrum der Landkreise Emsland und Grafschaft Bentheim in Nordhorn-Klausheide stehen für einen schnellen Einsatz bereit. Diese Zentren ermöglichen eine schnelle Koordination von Untersuchungsteams sowie die Dekontamination von Personen und Fahrzeugen.

Laut Landkreis wurden Klauentiere, die seit Dezember aus den betroffenen Regionen Brandenburgs ins Emsland verbracht wurden, nachverfolgt und untersucht. Alle bisherigen Tests seien negativ ausgefallen.

Der Landkreis steht in engem Austausch mit dem Niedersächsischen Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, um im Falle eines Ausbruchs unverzüglich handeln zu können.

Quelle: Landkreis Emsland

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