Lingen – Die deutsche Erinnerungskultur steht vor einem tiefgreifenden Wandel. Zeitzeugen der NS-Verbrechen sterben, ihre persönlichen Berichte verblassen – eine Herausforderung für das kollektive Gedächtnis der Gesellschaft. Am Dienstag, den 20. Mai 2025, lädt das Ludwig-Windthorst-Haus zu einem besonderen Akademieabend mit dem Historiker Wolfgang Benz ein. Beginn ist um 19:30 Uhr.
Gedenken im Wandel – Herausforderungen für kommende Generationen
In seinem Buch „Zukunft der Erinnerung – Das deutsche Erbe und die kommende Generation“ beschreibt Wolfgang Benz, wie sich die deutsche Gedenkkultur entwickelt hat und welchen Herausforderungen sie sich heute stellen muss. Er beleuchtet kritisch die Ritualisierung des Erinnerns, warnt vor bürokratischem Gedenken und selbstzufriedener Routine. Dabei weist er besonders der jungen Generation eine reflektierte Rolle zu: die Vergangenheit ernst zu nehmen, ohne sich davon lähmen zu lassen.
„Das Verbrechen war gigantisch und singulär. Aber nicht jede politische Verpflichtung ist damit zu begründen“, so Benz. Seine Lesung und anschließende Diskussion bieten Raum für neue Impulse im gesellschaftlichen Diskurs über Verantwortung und Erinnerung.
Veranstaltungsdetails
Termin: Dienstag, 20. Mai 2025
Uhrzeit: 19:30 Uhr
Ort: Ludwig-Windthorst-Haus, Gerhard-Kues-Straße 16, 49808 Lingen
Eintritt: 15 Euro
Anmeldung: erforderlich unter [email protected]

