Wissenschaft sichtbar machen: Christina Bergmann im Einsatz für gerechtere Karrierewege

Wissenschaft sichtbar machen: Christina Bergmann im Einsatz für gerechtere Karrierewege

Anzeige
Digitale Realität

Osnabrück – Christina Bergmann ist promovierte Kognitionswissenschaftlerin und engagiert sich mit Herzblut für die Förderung von angehenden Professor*innen. Seit drei Jahren unterstützt sie an der Hochschule Osnabrück Menschen auf ihrem Weg zur Professur – insbesondere an Hochschulen für Angewandte Wissenschaften (HAWs). Ihr Ziel: Mehr Transparenz, mehr Teilhabe und mehr Vielfalt in der Wissenschaft.

Von der Forschung zur Beratung

Die promovierte Wissenschaftlerin hat eine akademische Laufbahn mit internationalen Stationen in Paris und an einem Max-Planck-Institut durchlaufen. Doch das System befristeter Verträge und die fehlenden Perspektiven in der Wissenschaft brachten sie dazu, umzudenken. Als sie die Stellenausschreibung für ihre heutige Position sah, wusste sie sofort: „Das ist meine Chance, wirklich etwas zu verändern.“

Hürden und neue Perspektiven

Viele ihrer Ratsuchenden stehen vor ähnlichen Herausforderungen: Sie kennen die Karriereoption, eine Professur an einer Hochschule für Angewandte Wissenschaften zu erreichen, oft kaum oder scheuen den Schritt aus der akademischen in die wirtschaftliche Welt, der für eine HAW-Professur notwendig ist. Bergmann bietet hier niederschwellige Beratung und Orientierung an – ein Angebot, das bereits zahlreiche junge Talente darin bestärkt hat, ihre Karriereziele zu verfolgen.

Warum Diversität entscheidend ist

Für Bergmann ist Vielfalt in der Hochschullandschaft kein bloßes Schlagwort. „Forschung braucht unterschiedliche Perspektiven“, betont sie. Ein Beispiel nennt sie aus der Automobilindustrie, in der lange Zeit die Frauenkörper nicht ausreichend in Sicherheitstests berücksichtigt wurden. Nur durch inklusive Strukturen können allgemeingültige und gerechte Erkenntnisse gewonnen werden. Darüber hinaus zeigen Studien, wie die McKinsey-Studie, dass divers aufgestellte Teams erfolgreicher bei ihren Entscheidungen sind.

Zwischen Wissenschaft und Verwaltung

Offiziell arbeitet Bergmann im Wissenschaftsmanagement, doch sie versteht sich als Bindeglied zwischen Verwaltung, Forschung und Öffentlichkeit. Sie organisiert Informationsveranstaltungen, berät auf Messen und nutzt soziale Netzwerke wie LinkedIn, um ihre Expertise zu teilen. Besonders stolz ist sie auf die Roadshow „Karriereziel HAW-Professur“ in Osnabrück, die sie mit vorbereitet hat.

Wandel mit Weitblick

Auch wenn strukturelle Probleme nicht über Nacht gelöst werden können, sieht Christina Bergmann positive Entwicklungen: Initiativen wie #IchBinHanna oder das NiedersachsenTechnikum ebnen neue Wege und fördern ein moderneres Bild von Wissenschaft – weg von elitärem Denken und alten Rollenbildern. Für Bergmann ist klar: Eine inklusive, transparente Wissenschaft ist nicht nur gerechter, sondern auch innovativer.

Gefällt dir’s? Dann teil’s doch!

Facebook
LinkedIn
WhatsApp
Email

Weitere Artikel