Region Emsland/Grafschaft Bentheim, 3. September 2025. Die Bundesregierung hat die Berichtspflichten im Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz reduziert, um die Wirtschaft von Bürokratie zu entlasten. Diese Maßnahme wird vom Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) begrüßt, der allerdings weitere Vorschriften für einen Bürokratieabbau identifiziert hat.
Kerstin Andreae, Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung, erklärt: „Es ist wichtig, dass die Wirtschaft jetzt von unnötiger Bürokratie befreit wird. Das Wegfallen der Berichtspflichten des Lieferkettensorgfaltspflichtengesetzes ist ein klares Signal für mehr Praxistauglichkeit in einer ohnehin herausfordernden Zeit.“
Der BDEW weist darauf hin, dass die EU-Lieferkettenrichtlinie (CSDDD) die nationale Regelung in wenigen Jahren ablösen wird. Daher müsse vermieden werden, dass Unternehmen durch nationale Doppelstrukturen und Alleingänge erneut belastet werden. Auch im Rahmen der Umsetzung der EU-Nachhaltigkeitsrichtlinie (CSRD) wird auf eine harmonisierte Regelung gedrungen.
Aus Sicht der Wirtschaft sind insbesondere drei Punkte relevant:
- Die jährliche Risikoanalyse (§ 5 Abs. 4 LkSG) verursacht einen erheblichen Aufwand, vor allem bei Einbeziehung von Konzerntochtergesellschaften. Eine Überprüfung im Fünfjahresrhythmus wäre angemessener, da sich Risikoprofile innerhalb eines Jahres selten ändern.
- Die jährlichen Wirksamkeitskontrollen (§ 6 Abs. 5, § 7 Abs. 4, § 8 Abs. 5 LkSG) verursachen ebenfalls unverhältnismäßigen Aufwand. Ein Prüfintervall von fünf Jahren würde aus Unternehmenssicht reichen.
- Der Wegfall der Pflicht zur jährlichen Berichterstellung (§ 10 Abs. 2–4 LkSG) wird begrüßt, da die Bürokratie reduziert wird, ohne die Sorgfaltspflichten zu schwächen.
Weitere Details und die offizielle Presseinformation finden interessierte Leser auf der Webseite des BDEW unter bdew.de.
Die Vereinfachungen im Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz bringen eine spürbare Entlastung für Unternehmen im Emsland und der Grafschaft Bentheim, worüber das regionale Online-Magazin regionalupdate.de berichtet.
Quelle: Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V.

