VDA-Präsidentin Hildegard Müller kritisiert Bundesregierung zu Energiesteuer- und Stromsteuergesetz

Anzeige

Berlin, 3. September 2025. Hildegard Müller, Präsidentin des Verbands der Automobilindustrie (VDA), äußert deutliche Kritik an den vom Bundeskabinett verabschiedeten Änderungen am Energiesteuer- und Stromsteuergesetz sowie zur Netzentgeltentlastung. Sie verweist darauf, dass der Strompreis in Deutschland bis zu dreimal so hoch sei wie in den USA oder China, was die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Automobilindustrie stark beeinträchtige und die E-Mobilität durch teuren Ladestrom bremse.

Müller bemängelt, dass die geplanten Gesetzentwürfe die im Koalitionsvertrag versprochene Absenkung der Stromsteuer auf den europäischen Mindeststeuersatz nicht für alle Unternehmen und Verbraucher umsetzen. Außerdem fordert sie eine zügige Verlängerung der Kfz-Steuerbefreiung für batterieelektrische Fahrzeuge bis 2035, da die aktuelle Regelung zum Jahresende ausläuft und Verbraucher dringend Planungssicherheit benötigen.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist nach Müllers Ansicht das bidirektionale Laden als Schlüsselfaktor für klimaneutrale Mobilität und stabile Stromnetze. Das geplante Gesetz verhindere, dass Verbraucher beim bidirektionalen Laden unerwünschte Pflichten beim Stromversorger erfüllen müssen. Dennoch müssten weitere politische Maßnahmen ergriffen werden, um Doppelbelastungen bei Stromnebenkosten abzubauen, die aktuell sowohl beim Laden als auch beim Endverbrauch anfallen.

Zur Netzentgeltentlastung kritisiert Müller, dass die staatliche Unterstützung nur bis 2026 vorgesehen sei. Sie fordert eine dauerhafte Finanzierung dieser Entlastung sowie eine gesetzliche Garantie, dass Entlastungen an die Verbraucher weitergegeben werden. Die im Koalitionsvertrag angekündigte Deckelung der Netzentgelte müsse ebenfalls umgehend umgesetzt werden. Ebenso müsse ein verbindlicher Fahrplan für den Industriestrompreis vorgelegt werden.

Abschließend betont Müller: „Nur durch grundlegende Reformen können Energie- und Strompreise auf wettbewerbsfähige Niveaus gesenkt werden. So bleibt der Wirtschaftsstandort Deutschland im internationalen Wettbewerb konkurrenzfähig.“

Für weitere Hintergrundinformationen zur Energiepolitik und Elektromobilität im Emsland und der Grafschaft Bentheim verweisen wir auf den Beitrag des Wirtschaftsmagazins regionalupdate.de sowie die Berichterstattung auf der offiziellen Website des VDA www.vda.de.

Quelle: Verband der Automobilindustrie e. V.

Weiterlesen

Jetzt den kostenlosen Regionalupdate-Newsletter abonnieren.

Gefällt dir’s? Dann teil’s doch!

Facebook
LinkedIn
WhatsApp
Email

Weitere Artikel