Im Emsland und der Grafschaft Bentheim warnt die Ärztekammer Niedersachsen zum Welt-Sepsis-Tag am 13. September 2025 vor der lebensbedrohlichen Erkrankung Sepsis, die ähnlich häufig wie Herzinfarkt oder Schlaganfall auftritt, aber oft zu spät erkannt wird. Jährlich erleiden mindestens 230.000 Menschen in Deutschland eine Sepsis, davon versterben etwa 85.000.
Die Präsidentin der Ärztekammer Niedersachsen, Dr. med. Martina Wenker, betont die Wichtigkeit der schnellen Diagnostik: „Sepsis wird häufig erst zu spät erkannt, weil die Symptome wie schnelle Atmung, erhöhter Puls und Fieber unspezifisch sind.“ Deshalb ist es entscheidend, im Rettungswagen frühzeitig zu klären, ob eine Infektion vorliegt, um wichtige Vitalparameter zu erfassen und gegebenenfalls mit einer antiinfektiven Therapie zu beginnen.
Die stellvertretende Präsidentin der Ärztekammer, Dr. med. Marion Charlotte Renneberg, ergänzt, dass bei Infektion und Warnzeichen wie erhöhter Atemfrequenz, niedrigem Blutdruck oder plötzlicher Verwirrtheit auf eine Sepsis geschlossen werden sollte. Alarmierende Hinweise seien auch eine feucht-kalte oder marmorierte Haut sowie extreme Schmerzen.
„Mit jeder Stunde steigt die Gefahr eines Organversagens und damit sinkt die Überlebenschance“, erklärt Renneberg. Nach schweren Verläufen können dauerhafte Folgeschäden wie Bewegungseinschränkungen, kognitive Defizite und Pflegebedürftigkeit auftreten. Daher ist die frühzeitige Diagnose der Sepsis ebenso wichtig wie bei Herzinfarkt oder Schlaganfall.
Weitere Informationen zu Sepsis und wichtigen Warnzeichen findet man auf den Seiten der Sepsis-Stiftung. Für Leser aus dem Emsland und der Grafschaft Bentheim ist es hilfreich, das Thema ernst zu nehmen und im Notfall schnell medizinische Hilfe zu suchen.
Quelle: Ärztekammer Niedersachsen (Gesundheitspolitik und Kommunikation)

