Gruppe von sechs Menschen posiert lächelnd bei einer Veranstaltung in einem modernen Konferenzraum.

Grafschaft Bentheim setzt bei Pflege auf neue Modelle und internationale Perspektiven

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Digitale Realität

NORDHORN. Mit der zweiten Pflegekonferenz im Nino-Hochbau hat der Landkreis Grafschaft Bentheim deutlich gemacht: Die Zukunft der Pflege soll aktiv und gemeinschaftlich gestaltet werden. Rund 80 Fachleute aus Pflegeeinrichtungen, Verwaltung und Ehrenamt kamen zusammen, um neue Wege zu diskutieren – von Personalmodellen über internationale Ausbildungsprojekte bis hin zu politischen Weichenstellungen.

Ein zentrales Thema war die Fortführung des erfolgreichen Case- und Care-Managements, das aktuell noch als Modellprojekt läuft. „Die Pflegeversorgung im Landkreis steht gut da – aber wir dürfen uns darauf nicht ausruhen“, betonte Hanna Reurik vom Pflegestützpunkt mit Blick auf den Landespflegebericht 2024. Der Landkreis strebt eine langfristige Finanzierung in Abstimmung mit dem Land Niedersachsen an.

Landrat Uwe Fietzek stellte das Engagement der Pflegekräfte in den Mittelpunkt: „Pflege ist systemrelevant. Demografischer Wandel, Fachkräftemangel und wachsende Bedarfe stellen uns vor Herausforderungen – aber auch vor Chancen.“ Ein Praxisbeispiel lieferte Karin Salwolke vom Klinikum Osnabrück mit dem Flexpool-Modell, das flexible Arbeitszeiten in der Pflege ermöglicht. Die Rückmeldungen seien durchweg positiv: mehr Planbarkeit, mehr Zufriedenheit, weniger Ausfälle.

Eine Person hält einen Vortrag über Case und Care Management im Landkreis Grafschaft Bentheim in einem Konferenzraum.

International denkt der Pflegeausbildungsverbund Grafschaft Bentheim, der aktiv Nachwuchskräfte in Marokko und Kamerun wirbt. Jan Trautwein und Elisabeth Eistrup berichteten von über 100 Gesprächen vor Ort – und erfolgreichen Vertragsabschlüssen. Die ersten Auszubildenden sind bereits seit 2024 im Einsatz. Begleitet werden sie unter anderem von Nicola Wolf de Carvalho, die als Ansprechpartnerin den Start in der Grafschaft erleichtert. Dezernatsleiter Gert Lödden hob hervor: „Dass wir mit einer regionalen Förderrichtlinie Lösungen schaffen können, zeigt die Kraft vor Ort.“

Die Veranstaltungsreihe wird 2026 fortgesetzt: Die nächste Pflegekonferenz findet am 15. April 2026 gemeinsam mit dem Landkreis Emsland statt und wird sich mit dem Thema Digitalisierung in der Pflege beschäftigen. Weitere Informationen zur Pflege in der Grafschaft finden Interessierte auf www.grafschaft-bentheim.de unter der Rubrik „Senioren + Pflegebedürftigkeit“.

Quelle: Landkreis Grafschaft Bentheim

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