Berlin. Eine gesunde Lebensweise kann den geistigen Abbau im Alter deutlich verlangsamen. Das zeigt die aktuelle POINTER-Studie, die größte US-Studie zur Demenzprävention im Rahmen des internationalen FINGER-Netzwerks. Die Studie bestätigt: Multimodale Lebensstil-Interventionen, bestehend aus Ernährung, Bewegung, sozialer Aktivität und kognitivem Training, verbessern die kognitive Leistung bei Menschen mit erhöhtem Demenzrisiko signifikant – und nachhaltig.
Ein zentrales Element der Intervention ist das digitale Gehirntraining der Synaptikon GmbH aus Berlin. Ihre App NeuroNation MED ist seit diesem Jahr dauerhaft im deutschen DiGA-Verzeichnis gelistet und kann auf Rezept verschrieben werden. Die Anwendung basiert auf wissenschaftlich validierten Übungen und wurde in mehreren Partnerstudien erfolgreich eingesetzt – unter anderem in Australien und Deutschland.
Besonders bemerkenswert: Noch 11 Jahre nach der ersten Studie aus Finnland sind bei den Teilnehmenden, die den gesunden Lebensstil beibehalten haben, nachhaltige Verbesserungen der Gehirnleistung messbar. Das bestätigt Prof. Miia Kivipelto, Initiatorin des FINGER-Programms.
In der Praxis bietet das FINGER-Modell eine niedrigschwellige und kosteneffiziente Präventionsstrategie – besonders relevant vor dem Hintergrund steigender Demenzraten weltweit.
Quellen
- Ngandu et al. (2015): FINGER-Studie, The Lancet, 385(9984), 2255–2263.
- Baker et al. (2025): US POINTER-Studie, JAMA.
- Brodaty et al. (2025): Online-Intervention, Nature Medicine, 31(2), 565–573.
- Zülke et al. (2024): AgeWell.de-Studie, Alzheimer’s & Dementia, 20(8), 5684–5694.
- Meng et al. (2022): Meta-Analyse, Int. J. of Nursing Studies, 130, 104236.
- Livingston et al. (2024): Lancet-Kommission zur Demenzprävention, The Lancet, 404(10452), 572–628.
- Kivipelto (2025): 11-Jahres-Follow-up
