DGB fordert industriepolitische Agenda statt Sozialabbau

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Berlin. Angesichts der aktuellen Arbeitsmarktzahlen ruft der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) die Bundesregierung zu einem Kurswechsel auf. DGB-Vorstandsmitglied Anja Piel kritisierte, dass die Arbeitslosigkeit weiterhin hoch sei und die Debatte über Kürzungen im Sozialbereich zusätzliche Unsicherheit schaffe.

Kritik an Stellenabbau und Sozialkürzungen

„Mit jeder neuen Meldung über Stellenabbau in der Industrie sorgen sich mehr Menschen um ihren Arbeitsplatz“, sagte Piel. Auf jede offene Stelle kämen rechnerisch rund fünf Arbeitssuchende. Es fehle also nicht an Motivation oder Sanktionen, sondern schlicht an verfügbaren Jobs. Soziale Einschnitte bezeichnete sie als „ungerecht“ und nicht geeignet, neue Arbeitsplätze zu schaffen.

Neustart für Wirtschaft und Arbeit

Stattdessen brauche es eine „echte industriepolitische Agenda für Jobs und Wachstum“. Dazu gehöre auch, die Bundesagentur für Arbeit zu stärken. „Die Beschäftigten, die jetzt ihre Jobs verlieren, sind zum großen Teil Opfer unternehmerischer Fehlentscheidungen. Sie brauchen Unterstützung, soziale Sicherheit und Qualifizierung“, betonte Piel.

Bedeutung für die Region

Auch im Emsland und in der Grafschaft Bentheim, wo zahlreiche Menschen in Industrie und Handwerk beschäftigt sind, haben Stellenabbau und konjunkturelle Unsicherheiten spürbare Folgen. Der DGB fordert deshalb Investitionen in Qualifizierung und eine aktive Industriepolitik, die Beschäftigung vor Ort sichert.

Quelle: Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB). Foto: DGB

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