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Finnland stärkt Europas Chip-Resilienz mit neuer Strategie

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Helsinki. Finnland positioniert sich als zentraler Akteur im europäischen Chip-Markt. Mit der nationalen Strategie „Chips from the North“ will das Land seine Mikroelektronik- und Photonikbranche bis 2035 deutlich ausbauen. Ziel ist es, den Branchenumsatz von derzeit 1,6 Milliarden Euro auf bis zu 6 Milliarden Euro zu vervielfachen und die Zahl der Beschäftigten von 7.000 auf 20.000 zu erhöhen.

Die Initiative ist Teil der Umsetzung des EU Chips Act, der den europäischen Anteil an der globalen Chipproduktion bis 2030 auf 20 Prozent verdoppeln soll. Heute liegt er bei rund acht Prozent. „Um Europas Position nachhaltig zu stärken, braucht es eine Bündelung der Kräfte – nicht nur zwischen Forschung und Industrie, sondern auch über Ländergrenzen hinweg“, betonte Toni Mattila von Business Finland.

Forschung und Industrie Hand in Hand

Finnland setzt auf eine enge Verzahnung von Spitzenforschung und Industrie. Internationale Kooperationen spielen dabei eine Schlüsselrolle: So betreibt etwa Bosch Sensortec zwei Standorte in Oulu und Espoo und entwickelt dort gemeinsam mit finnischen Fachkräften neue MEMS-Sensoren. Auch das niederländische Unternehmen ASM gründete zusammen mit der Universität Helsinki ein Exzellenzzentrum für Atomlagenabscheidung – eine Schlüsseltechnologie für die Chipproduktion.

Talente im Fokus

Eine große Herausforderung bleibt der Fachkräftemangel. Mit Projekten wie MIELI (Microelectronics) wollen Universitäten und Forschungszentren die Zahl der Expertinnen und Experten erhöhen und die Promotionsdauer verkürzen. Zusätzlich sollen internationale Studierende gezielt angeworben und eine nationale Graduiertenschule für Mikroelektronik etabliert werden.

Bedeutung für Europa

Schlüsseltechnologien wie Photonik, Quantentechnologie und fortschrittliche Sensoren stehen im Mittelpunkt der finnischen Wachstumsstrategie. Damit will das Land nicht nur die eigene Wirtschaft stärken, sondern auch die europäische Lieferkette resilienter machen – angesichts geopolitischer Spannungen und globaler Abhängigkeiten ein entscheidender Faktor.

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