München. Das bundesweite IHK-Netzwerk „Business Women IHK“ feierte jetzt sein zehnjähriges Bestehen – mit einem großen Netzwerktreffen in München. Unter den rund 300 Teilnehmerinnen waren auch sechs Unternehmerinnen und IHK-Vertreterinnen aus der Region Osnabrück, dem Emsland und der Grafschaft Bentheim.
Die Veranstaltung, organisiert von der IHK München und Oberbayern sowie der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK), widmete sich aktuellen Herausforderungen für weibliche Führungskräfte. Diskutiert wurden insbesondere Chancen und Risiken der Künstlichen Intelligenz in der Unternehmenspraxis.
Für Anja Lange-Huber, Vizepräsidentin der IHK Osnabrück – Emsland – Grafschaft Bentheim, liegt in der Digitalisierung eine große Chance für Frauen in Führungsrollen: „Gerade beim Einsatz von KI eröffnen sich enorme Möglichkeiten für Frauen, die Verantwortung übernehmen wollen. KI-gestützte Tools erleichtern orts- und zeitunabhängiges Arbeiten – das ist ein Vorteil, vor allem für Frauen mit familiären Aufgaben.“
Mit ihr nahmen weitere Vertreterinnen der IHK-Region teil: Angelika Pölking, Ilona Gröninger, Karen Barbrock, Anke Schweda und Vera Goebel. Sie alle engagieren sich in IHK-Gremien oder im unternehmerischen Alltag. Die Gruppe aus dem Nordwesten brachte eigene Erfahrungen ein und vernetzte sich mit Kolleginnen aus ganz Deutschland.
Zentrales Thema war auch der Aktionsplan „Werde Unternehmerin“, mit dem das Netzwerk mehr Frauen zur Selbstständigkeit ermutigen will. Denn laut DIHK liegt der Anteil von Gründerinnen bundesweit bei nur 30 Prozent – bei Unternehmensnachfolgen sogar nur bei 22 Prozent. Netzwerke wie „Business Women IHK“ sollen diese Zahlen verändern und Frauen gezielt fördern.
Das nächste bundesweite Treffen des Netzwerks findet im Oktober 2026 in Hannover statt.
Quelle: IHK Osnabrück – Emsland – Grafschaft Bentheim. Foto: IHK
