Emsland/Grafschaft Bentheim. Wenn der Herbst Einzug hält, steht bei vielen Autofahrern der Wechsel auf Winterreifen an. Wegen steigender Werkstattpreise erledigen viele den Räderwechsel selbst – doch dabei gibt es einiges zu beachten. Der ADAC warnt: Wer ohne das nötige Know-how arbeitet, riskiert Sicherheitsmängel und Folgekosten.
Ein stabiler Wagenheber, ein Unterstellbock, ein Radkreuz, Drehmomentschlüssel sowie eine Drahtbürste zum Reinigen der Radaufnahme gehören laut ADAC zur Grundausstattung. Provisorische Wagenheber aus dem Kofferraum sind nur für Notfälle geeignet. Beim Wechsel sollten alle Reifen auf Schäden, Abnutzung und die korrekte Laufrichtung geprüft werden. Nach dem Anziehen der Schrauben ist eine Kontrolle des Luftdrucks nach Herstellervorgabe Pflicht.
Moderne Fahrzeuge verfügen meist über ein Reifendruckkontrollsystem (RDKS). Beim passiven System, das über Raddrehzahlsensoren funktioniert, ist nach dem Luftdruck-Abgleich ein Neustart über das Bordmenü nötig. Bei aktiven Systemen mit Sensoren in der Felge kann eine Kalibrierung erforderlich sein, die mit handelsüblichen Geräten möglich ist.
Nach dem Räderwechsel sollten Autofahrer die ersten Kilometer besonders aufmerksam fahren und nach rund 50 Kilometern den Sitz aller Radschrauben kontrollieren. Vibrationen im Lenkrad oder ungewohntes Fahrverhalten können ein Hinweis auf fehlende Auswuchtung sein.
Der ADAC rät: Nur wer sich den Wechsel fachlich zutraut, sollte ihn selbst durchführen. Alternativ empfiehlt es sich, mehrere Angebote kleiner, lokaler Werkstätten einzuholen – oft ist der Service dort günstiger als beim Hersteller.
Weitere Tipps gibt es direkt beim ADAC.
Quelle: ADAC
