DSV: Mobile Schwimmcontainer sind kein Ersatz für systematische Ausbildung

DSV: Mobile Schwimmcontainer sind kein Ersatz für systematische Ausbildung

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Düsseldorf. Der Deutsche Schwimm-Verband (DSV) und der Schwimmverband NRW unterstützen den Einsatz mobiler Schwimmcontainer als kurzfristige Maßnahme, betonen aber: Eine nachhaltige Schwimmausbildung braucht feste Wasserflächen. Die Zahl sicher schwimmender Kinder sei in Deutschland weiterhin alarmierend niedrig.

„Mobile Schwimmcontainer wie der ‚Narwali‘ helfen, erste Berührungsängste mit dem Wasser abzubauen“, erklärt DSV-Vorstand Jan Pommer. Doch die Kapazitäten reichten nicht aus, um systematisch Schwimmen zu lernen. Eine vollständige Ausbildung mit Abzeichenvergabe sei dort nicht möglich. Auch der Schwimmverband NRW berichtet von eigenen Praxiserfahrungen und hat das Containerprojekt an Grundschulen mittlerweile beendet – zugunsten anderer Förderwege.

Schwimmen lernen darf kein Zufallsprodukt sein

DSV und SV NRW schließen sich der Position der „Bäderallianz Deutschland“ an und fordern verlässliche Perspektiven: „Wir wollen, dass ab 2035 jedes Kind nach der Grundschule sicher schwimmen kann“, so Pommer. Notwendig seien Investitionen in den Neubau und die Sanierung von Schwimmbädern sowie kommunale Gesamtkonzepte mit klaren Anschlussangeboten.

Die Schwimmverbände betonen: Container sind ein ergänzendes Werkzeug – keine Lösung. Die Politik dürfe sich nicht darauf ausruhen. Die Forderung: Eine langfristige Infrastrukturstrategie von Bund, Ländern und Kommunen, die dauerhaft genug Schwimmflächen sichert.

Quelle: Deutscher Schwimm-Verband (DSV)

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