Berlin. Der wissenschaftliche Beraterkreis von Bundesministerin Katherina Reiche hat eine umfassende Wachstumsagenda vorgelegt, die auf fünf zentrale Hebel setzt. Die Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK) begrüßt das Gutachten ausdrücklich und sieht darin eine wichtige Weichenstellung für den Standort Deutschland.
DIHK-Hauptgeschäftsführerin Helena Melnikov betont: „Deutschland steckt in einer strukturellen Krise, die nicht von allein verschwindet.“ Sie verweist darauf, dass die Wirtschaft bereit sei, die notwendige Trendwende mitzugestalten – vorausgesetzt, die Politik handle jetzt entschlossen und setze die Empfehlungen konsequent um.
Kernpunkte der Agenda sind laut DIHK: mehr Innovationsfreiräume, klug priorisierte staatliche Investitionen, systematischer Bürokratieabbau, eine Entlastung bei Steuern und Sozialabgaben sowie stabile europäische Rahmenbedingungen. Besonders wichtig sei, so Melnikov, das Ende von sogenanntem „Gold-Plating“, also zusätzlichen deutschen Auflagen über EU-Vorgaben hinaus. „Nur so entsteht Vertrauen, und es fließen wieder private Investitionen“, erklärt sie.
Die DIHK verweist auf eigene Vorschläge, die sich mit vielen Punkten der Wachstumsagenda decken – etwa in ihren „Fünf Power-Punkten für Wachstum“ zur Bundestagswahl. Entscheidend sei nun die Umsetzung mit klaren Zeitplänen und messbaren Ergebnissen. Ziel müsse eine höhere Produktivität, mehr Beschäftigung und neue wirtschaftliche Dynamik sein.
Quelle: DIHK – Deutsche Industrie- und Handelskammer.
