Den Ruhestand neu denken

Rentner als Fachkräfte: Warum der Ruhestand neu gedacht werden muss

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Berlin. In Zeiten des akuten Fachkräftemangels rücken ältere Erwerbstätige zunehmend in den Fokus. Immer mehr Rentnerinnen und Rentner arbeiten über das gesetzliche Renteneintrittsalter hinaus – freiwillig, motiviert und mit spürbarem Effekt auf Wirtschaft und Gesellschaft. Ruhestandsexperte Frank Leyhausen fordert deshalb ein Umdenken: „Eine moderne Definition des erwerbsfähigen Alters könnte helfen, dieses Potenzial besser zu nutzen und so dem Fachkräftemangel gezielter zu begegnen.“

Laut Daten des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) bleiben viele Ruheständler auch nach dem offiziellen Berufsleben beruflich aktiv – durchschnittlich rund 15 Stunden pro Woche. Zwei Gruppen lassen sich dabei unterscheiden: Die „Weitermacher“, die direkt beim alten Arbeitgeber bleiben, und die „Wiederkehrer“, die nach einer beruflichen Pause in neue Tätigkeitsfelder wechseln. Beide verbindet ein hohes Maß an Flexibilität und Erfahrung – Eigenschaften, die in der Personalplanung bislang oft ungenutzt bleiben.

Auch aus psychologischer Sicht ist Arbeit im Alter positiv: Daten des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) belegen, dass Erwerbstätige zwischen 66 und 70 Jahren zufriedener sind als Gleichaltrige ohne Arbeit. Der Grund: Beschäftigung schafft Struktur, soziale Teilhabe und Sinn.

Für Unternehmen ergibt sich daraus konkreter Handlungsbedarf. Leyhausen rät, das Thema Ruhestand systematisch in die Karriereplanung zu integrieren. Nur wer frühzeitig mit Mitarbeitenden über Weiterbeschäftigung oder Rückkehrmodelle spricht, kann Kompetenzen langfristig sichern.

Mehr Informationen und Impulse zum Thema bietet das Netzwerk ageforce1.com.

Quelle: Frank Leyhausen / Ageforce1

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