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DIHK fordert Reformkurs: Wirtschaft im Emsland braucht klare Signale aus Berlin

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Emsland. Mit einem deutlichen Appell zur Kabinettsklausur der Bundesregierung hat sich die Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK) an die Öffentlichkeit gewandt. Hauptgeschäftsführerin Helena Melnikov fordert „mutige Entscheidungen“ und strukturelle Reformen, um die Wettbewerbsfähigkeit und das wirtschaftliche Wachstum zu sichern – auch in Regionen wie dem Emsland.

Laut DIHK steckt die deutsche Wirtschaft im dritten Jahr in Folge in einer Phase von Rezession und Stagnation. „Das ist historisch einmalig“, so Melnikov. Sie warnt vor einem schleichenden Verlust wirtschaftlicher Substanz, der auch die Unternehmen im Emsland und der Grafschaft Bentheim zunehmend belaste. Die Forderung: ein klarer Reformkurs, der vor allem Investitionen erleichtert, Bürokratie abbaut und Planbarkeit für Unternehmen schafft.

Die DIHK benennt dabei drei zentrale Punkte: Erstens strukturelle Reformen für Wachstum, Innovation und Beschäftigung. Zweitens mehr Freiraum durch geringere Abgabenlast, weniger Bürokratie und transparente Verfahren. Drittens wettbewerbsfähige Energiepreise und steuerliche Entlastungen.

„Zwei Prozent Wachstum würden jährlich rund 40 Milliarden Euro Mehreinnahmen bringen – durch Steuern und Sozialabgaben“, erklärt Melnikov. Damit könne der Staat seine Aufgaben besser finanzieren, ohne die Schuldenbremse dauerhaft aufzuweichen.

Auch regionale Unternehmen, etwa in Industrie, Maschinenbau oder Logistik, sehen die politischen Rahmenbedingungen zunehmend kritisch. Investitionsentscheidungen werden aufgeschoben oder ins Ausland verlagert – eine Entwicklung, die auch in der IHK Osnabrück – Emsland – Grafschaft Bentheim diskutiert wird. Die DIHK mahnt: Mit „Schadensbegrenzung allein“ sei es nicht getan, es brauche jetzt eine aktive Wachstumsstrategie.

Ob die Kabinettsklausur in dieser Hinsicht konkrete Schritte bringt, bleibt abzuwarten. Die DIHK sieht darin jedoch eine wichtige Chance, politische Einigkeit über ein gemeinsames wirtschaftliches Ziel zu erzielen – und damit auch für Regionen wie das Emsland Perspektiven zu schaffen.

Quelle: Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK). Foto: DIHK

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