Lieferengpässe bei Nexperia: Autobranche warnt vor Produktionsstopps

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Berlin. Eine aktuelle Mitteilung des Halbleiterherstellers Nexperia sorgt für Alarmstimmung in der Automobilindustrie. Wie der Verband der Automobilindustrie (VDA) am 21. Oktober bekannt gab, kann Nexperia die Versorgung der Automobilzulieferkette mit bestimmten Chips derzeit nicht mehr vollständig gewährleisten. Die Branche befürchtet weitreichende Folgen.

Nexperia gehört zu den global bedeutenden Zulieferern von Halbleitern, die in Fahrzeugen vor allem in elektronischen Steuergeräten verwendet werden. Die Chips sind essenziell für moderne Fahrzeugelektronik und damit ein kritischer Bestandteil der gesamten Lieferkette.

Chipmangel bedroht Fahrzeugproduktion

„Sollte die Lieferunterbrechung nicht kurzfristig behoben werden können, drohen erhebliche Produktionseinschränkungen, im Extremfall sogar Produktionsstopps“, warnt VDA-Präsidentin Hildegard Müller. Der Verband stehe seit dem Bekanntwerden der Lieferprobleme am 10. Oktober in engem Austausch mit betroffenen Unternehmen, der Bundesregierung und der EU-Kommission.

Müller fordert nun schnelle und pragmatische Lösungen, um die drohenden Auswirkungen auf die Produktion zu vermeiden. Die Problematik betrifft nicht nur Automobilhersteller, sondern auch zahlreiche Zulieferer, die auf die Halbleiter-Komponenten von Nexperia angewiesen sind.

VDA setzt auf Kooperation und Krisenmanagement

Nach Angaben des VDA laufen aktuell intensive Gespräche mit allen relevanten Akteuren, um die Versorgungskette zu stabilisieren. Auch alternative Beschaffungsmöglichkeiten werden geprüft. Der Verband hebt hervor, wie verletzlich die Lieferketten angesichts globaler Abhängigkeiten geworden sind – eine Lehre, die bereits während der Pandemie deutlich wurde.

Ob und wie schnell sich die Lage normalisieren lässt, bleibt offen. Für die Branche steht viel auf dem Spiel, denn die Halbleiterkrise könnte nicht nur kurzfristige Produktionsausfälle verursachen, sondern auch längerfristige wirtschaftliche Schäden nach sich ziehen.

Weitere Informationen zur Position des Verbands gibt es auf www.vda.de.

Quelle: Verband der Automobilindustrie e.V. (VDA)

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