USA extrem: ZDF-Doku zeigt ein Jahr Trump-Herrschaft

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Mainz. Mit der Dokumentation „USA extrem: Ein Jahr Donald Trump“ beleuchtet das ZDF am Dienstag, den 11. November 2025 um 20.15 Uhr, die politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen in den Vereinigten Staaten unter der erneuten Präsidentschaft von Donald Trump. Der Film der Autoren Antje Bollmann und Lucas Gregorio zeigt auf, wie tief gespalten das Land inzwischen ist – und wie Trump systematisch demokratische Strukturen herausfordert.

Die Dokumentation analysiert ein Jahr nach Trumps Rückkehr ins Weiße Haus martialische Maßnahmen gegen Migranten, den Einsatz von Nationalgardisten gegen friedliche Demonstranten und massenhafte Entlassungen in öffentlichen Behörden. Der Präsident geht aggressiv gegen Medien, politische Gegner und die Justiz vor. So verklagt Trump kritische Medienhäuser auf Milliardenbeträge und entlässt Richter, die seine Entscheidungen nicht mittragen.

Trump, Militär und der „Krieg im Inneren“

Ein besonderer Fokus der Doku liegt auf Trumps Umgang mit dem US-Militär. Ende September 2025 forderte er gemeinsam mit Verteidigungsminister Pete Hegseth eine „Entwokisierung“ der Streitkräfte. Hegseth wetterte öffentlich gegen „fette Generäle“ und kündigte neue körperliche Fitnessstandards an. Trump selbst sprach vom „Krieg im Inneren“ und deutete an, dass US-Städte als Übungsareale des Militärs dienen könnten.

Bei Protesten im Juni 2025, ausgelöst durch landesweite Razzien der Einwanderungsbehörde ICE, setzte Trump in Los Angeles 700 Marines und 4.000 Nationalgardisten ein. Bundesrichter erklärten dieses Vorgehen später für rechtswidrig – es gilt als eine der umstrittensten militärischen Interventionen der jüngeren US-Geschichte.

Emotionen, Eskalation, Demokratie in Gefahr?

Nach dem tödlichen Attentat auf den rechten Aktivisten Charlie Kirk inszeniert Trump diesen als Märtyrer. Auf dessen Trauerfeier mit zehntausenden Teilnehmern macht er linke Gruppen öffentlich verantwortlich. Der Film stellt diese und weitere Entwicklungen in den Kontext eines möglichen Umbaus der US-Demokratie – angetrieben durch Trump und seine MAGA-Bewegung.

Die ZDF-Dokumentation stellt nicht nur Fakten zusammen, sondern zeigt anhand eindrücklicher Bilder, wie die politische Agenda Trumps fundamentale demokratische Prinzipien gefährdet. Die Autoren lassen Stimmen aus beiden politischen Lagern zu Wort kommen und geben einen umfassenden Einblick in ein polarisiertes Amerika.

Politische Doku mit Relevanz auch für Deutschland

Auch wenn der Film einen Blick über den Atlantik wirft, ist er auch für ein deutsches Publikum von Bedeutung. Die Entwicklungen in den USA haben geopolitische Auswirkungen und liefern ein Beispiel für den Umgang mit demokratischen Grundwerten in Krisenzeiten. Die Sendung reiht sich ein in das investigative Dokumentarfilm-Angebot des ZDF.

Mehr Informationen zur Ausstrahlung und weiteren Programminhalten bietet das ZDF-Programmportal.

Quelle: ZDF-Kommunikation.

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