Von der Samtgemeinde zur Einheitsgemeinde: Die Entwicklung Emsbürens von 1965 bis zur Gemeindereform 1974

Mehrheit der Deutschen fordert Reform der Altersvorsorge

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Berlin. Eine neue Studie bestätigt die Sorgen der Bevölkerung: Die gesetzliche Rente allein reicht für viele nicht mehr aus. Laut einer Erhebung der Initiative Minderheitsaktionäre befürwortet eine Mehrheit der Deutschen umfassende Reformen der Altersvorsorge. Besonders gefragt sind kapitalgedeckte Modelle und mehr Finanzbildung.

Hintergrund ist das sinkende Vertrauen in die Stabilität der gesetzlichen Rentenversicherung. 90 Prozent der Befragten rechnen mit einem Rückgang des Rentenniveaus, 83 Prozent erwarten im Alter eine Versorgungslücke. Dennoch sorgt nur knapp die Hälfte derzeit privat vor. Für den Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) ist dies ein deutliches Signal an die Politik.

Reform Altersvorsorge dringend nötig

„Ein immer größerer Zufluss von Steuermitteln zur Stabilisierung der gesetzlichen Rentenversicherung ist keine nachhaltige Lösung“, betont Dr. Hans-Jürgen Völz, Bundesgeschäftsleiter Volkswirtschaft des BVMW. Der Verband fordert seit Langem eine stärkere kapitalgedeckte Ergänzung zur gesetzlichen Rente.

Laut Studie sprechen sich 60 Prozent der Befragten für ein zusätzliches Finanzierungsmodell nach schwedischem Vorbild aus. Über die Hälfte wäre bereit, in ein staatlich verwaltetes Vorsorgedepot einzuzahlen. Besonders positiv fällt die Zustimmung zur sogenannten „Frühstart-Rente“ aus: 64 Prozent unterstützen eine Altersvorsorge, die bereits bei Kindern ansetzt.

Finanzbildung als Schlüssel

Ein weiteres zentrales Ergebnis der Erhebung ist die breite Unterstützung für mehr wirtschaftliche Bildung. 87 Prozent der Befragten sprechen sich für ein Schulfach „Finanzen und Wirtschaft“ aus. Für Alberto del Pozo, Fachsprecher für Altersvorsorge beim BVMW, steht fest: „Nur mit einem lebensbegleitenden Altersvorsorgekonto und umfassender Aufklärung kann Vertrauen geschaffen werden.“

Private Vorsorge stärken, Bürokratie abbauen – hier muss die Politik jetzt liefern.

Der BVMW sieht in den Studienergebnissen einen klaren Handlungsauftrag. Besonders für den Mittelstand, in dem betriebliche Altersvorsorge bislang kaum verbreitet ist, braucht es neue, einfachere Fördermodelle. Digitale Lösungen und transparente Angebote könnten den Zugang zur privaten Vorsorge erleichtern.

Quelle: Der Mittelstand. BVMW e.V.

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