Glänzender Wasserhahn mit einem einzelnen Wassertropfen, der herabhängt.

Handelshemmnisse belasten Firmen: DIHK fordert neue EU-Abkommen

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Brüssel. Deutsche Unternehmen sehen sich zunehmend durch neue Handelsbarrieren unter Druck gesetzt. Laut dem Jahresbericht zur EU-Handelspolitik beklagt jedes zweite außenhandelsaktive Unternehmen Handelshemmnisse wie Zölle, Exportbeschränkungen und Bürokratie. Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) fordert deshalb zügige und qualitativ hochwertige EU-Handelsabkommen.

Besonders problematisch sind laut DIHK-Außenwirtschaftschef Volker Treier die US-Zollpolitik und die chinesischen Restriktionen bei kritischen Rohstoffen. „Diese Entwicklungen behindern nicht nur den Warenverkehr, sondern erschweren auch die dringend nötige Diversifizierung von Lieferketten“, so Treier. Betroffen seien insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen, die unter den bürokratischen Anforderungen der bestehenden Abkommen litten.

EU-Handelsabkommen dringend erforderlich

Der DIHK verweist auf erfolgreiche Abkommen mit Japan und Kanada, die bereits positive Effekte gezeigt hätten. Nun müssten laut Treier weitere Handelsverträge, etwa mit MERCOSUR, Mexiko, Indien und den ASEAN-Staaten, abgeschlossen und umgesetzt werden. Dabei sei ein umfassender Marktzugang wichtiger als bloße Geschwindigkeit.

Ein zentrales Anliegen des DIHK ist die Vereinfachung der Zollprozesse: „Unbürokratische Zollregeln müssen Standard werden, damit auch Mittelständler EU-Abkommen effizient nutzen können.“ Hier biete die anstehende EU-Zollreform laut DIHK eine wichtige Chance, die zügig und praxisnah umgesetzt werden sollte.

Neue Märkte erschließen, Lieferketten absichern – was jetzt passieren muss

Die DIHK fordert die EU auf, nicht nur neue Abkommen zu schließen, sondern auch bestehende konsequent umzusetzen. Für viele Betriebe seien praktikable Rahmenbedingungen im internationalen Handel entscheidend für die Wettbewerbsfähigkeit.

Quelle: Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK). Foto: DIHK

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