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EU-Handelsabkommen im Fokus: DIHK fordert Tempo bei Marktzugang

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Berlin. Die deutsche Wirtschaft sieht sich im Außenhandel zunehmend mit Handelshemmnissen konfrontiert, die laut DIHK die internationale Wettbewerbsfähigkeit belasten. Vor allem Zölle, bürokratische Auflagen und politische Beschränkungen stellen Unternehmen vor wachsende Herausforderungen.

Mit Blick auf den neuen Jahresbericht zur EU-Handelspolitik betont Volker Treier, Außenwirtschaftschef des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK), die Dringlichkeit konkreter Maßnahmen. Demnach spüren besonders exportorientierte Unternehmen die Auswirkungen protektionistischer Tendenzen in Drittstaaten wie den USA und China.

EU-Handelspolitik unter Druck

Laut jüngsten Umfragen des DIHK meldet jedes zweite Unternehmen mit Auslandsgeschäft neue Handelsbarrieren – häufig durch Zölle, aber auch durch erschwerte Nachweispflichten oder Exportrestriktionen. „Gerade die US-Hochzollpolitik und chinesische Exportbeschränkungen bei kritischen Rohstoffen machen den deutschen Betrieben zu schaffen“, so Treier.

Die EU wird daher aufgefordert, bestehende Handelsabkommen nicht nur auszubauen, sondern auch praktikabler zu gestalten. Unbürokratische Zollregelungen könnten insbesondere kleinen und mittelständischen Unternehmen den Zugang zu neuen Märkten erleichtern.

Mehr zum Thema folgt nach dem Seitenwechsel.

Die Handelsabkommen der EU mit Japan und Kanada gelten laut DIHK als positive Beispiele, wie Wirtschaftspartnerschaften erfolgreich umgesetzt werden können. Nun fordert der Verband, auch die Abkommen mit MERCOSUR, Mexiko, Indonesien, Indien, Thailand und Malaysia zeitnah zum Abschluss zu bringen. Dabei sei Qualität wichtiger als Geschwindigkeit: „Ein umfassender Marktzugang muss im Fokus stehen“, betont Treier.

Zudem sieht der DIHK in der geplanten EU-Zollreform eine große Chance. Diese könne dafür sorgen, dass Handelsabkommen nicht nur abgeschlossen, sondern auch konsequent angewendet werden. Ziel müsse sein, die Nutzung für Unternehmen aller Größen zu vereinfachen – durch digitale Prozesse, vereinfachte Ursprungsregeln und klarere Abläufe.

Quelle: DIHK – Deutsche Industrie- und Handelskammer. Foto: DIHK

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