Berlin. Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) bewertet den geplanten Bundeszuschuss zu den Übertragungsnetzentgelten in Höhe von 6,5 Milliarden Euro für 2026 als wichtigen Schritt zur Entlastung der Stromkunden. Das wurde im Rahmen einer Bundestagsanhörung am 3. November 2025 deutlich.
Kerstin Andreae, Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung, begrüßte den Vorstoß: „Es ist richtig, dass die Bundesregierung über eine Dämpfung der Netzentgelte die Strompreise senkt.“ Aus Sicht des Verbandes sei der Zuschuss notwendig, um die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie zu sichern und Investitionen zu ermöglichen.
Entlastung ja – aber regional unterschiedlich
Laut BDEW führt der Zuschuss zwar grundsätzlich zu niedrigeren Netzentgelten für alle Verbrauchergruppen, doch variiert die tatsächliche Entlastung regional. Das hängt davon ab, wie viel Strom aus dem Übertragungsnetz entnommen wird und wie die Kundenstruktur vor Ort aussieht. Eine gleichmäßige Entlastung wäre laut Verband nur über eine Senkung der Stromsteuer möglich gewesen.
Der Verband kritisiert zudem die späte politische Entscheidung, da sie erheblichen Mehraufwand für Netzbetreiber und Energievertriebe verursacht. Die Berechnung der Netzentgelte sei ein komplexes Verfahren, das frühzeitige Planungssicherheit erfordere.
Mehr Planungssicherheit und weniger Stromkosten: BDEW fordert langfristige Zuschüsse
Damit die Energiewende gelinge, brauche es laut BDEW mehr Elektrifizierung und günstigen Strom. Der Verband spricht sich daher für eine mehrjährige Festlegung des Zuschusses aus, um Marktakteuren Verlässlichkeit zu bieten.
Weitere Informationen zum Thema und zur Arbeit des BDEW gibt es unter www.bdew.de.
