Ein Mädchen mit lockigem Haar und rotem Oberteil steht am Strand, während andere Kinder im Hintergrund spielen.

Jordanien hilft verletzten Gaza-Kindern: SOS-Kinderdörfer starten Programm „Healing and Care“

Anzeige

München/Amman. Die SOS-Kinderdörfer weltweit helfen kriegsverletzten Kindern aus dem Gazastreifen mit einem neuen Projekt in Jordanien. Unter dem Titel „Healing and Care“ werden erste Kinder bereits medizinisch und psychologisch betreut.

Der Krieg im Gazastreifen dauert inzwischen über zwei Jahre. In dieser Zeit sind laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) mehr als 167.000 Menschen verletzt worden, darunter rund 42.000 schwer. Viele davon sind Kinder. Mehr als 5.000 Menschen, darunter viele Mädchen und Jungen, haben Gliedmaßen verloren. Gleichzeitig ist das Gesundheitssystem fast vollständig zusammengebrochen. Nur 14 von 36 Krankenhäusern funktionieren noch teilweise.

Jordanien nimmt verletzte Kinder auf

Mit Unterstützung der jordanischen Regierung bringen die SOS-Kinderdörfer aktuell 120 verletzte Kinder samt Begleitpersonen nach Jordanien. Dort erhalten sie sichere Unterkünfte, medizinische Versorgung, Prothesen, psychologische Hilfe und Schulunterricht. Insgesamt sollen bis zu 2.000 Kinder im Rahmen der Initiative behandelt werden.

„Diese Kinder tragen nicht nur körperliche Verletzungen, sondern auch seelische Wunden“, sagt Barbara Gruner, Vorständin der SOS-Kinderdörfer weltweit. „Sie brauchen nicht nur Medizin, sondern auch Zuwendung und die Möglichkeit, wieder Kind zu sein.“

Konkrete Hilfe für Gaza-Kinder – ein Schritt zurück in ein normales Leben.

Betreuung, Bildung, neue Hoffnung

Die Kinder werden in den kommenden Wochen schrittweise behandelt und betreut. Die SOS-Kinderdörfer arbeiten zudem an langfristigen Reha- und Bildungsprogrammen. So sollen die Kinder nicht nur heilen, sondern später auch wieder sicher in ihre Heimat zurückkehren können.

Wer helfen möchte, kann mit einer Spende unter dem Stichwort „Nothilfe Gaza“ das Projekt unterstützen. Spenden, die darüber hinausgehen, kommen anderen Hilfseinsätzen weltweit zugute.

Gefällt dir’s? Dann teil’s doch!

Facebook
LinkedIn
WhatsApp
Email

Weitere Artikel