Zwei Männer in einem Raum mit Gittertür, einer hält ein Smartphone und schaut den anderen an.

Thilo Mischke rekonstruiert das Grauen: Deutsche Reportage aus syrischem Foltergefängnis

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Unterföhring. Eine der eindrücklichsten TV-Dokumentationen dieses Jahres geht am Montag, 10. November 2025, um 20:15 Uhr auf ProSieben und Joyn an den Start. In „THILO MISCHKE. Spurlos verschwunden – der Deutsche aus dem Folterknast“ schildert der Reporter gemeinsam mit dem deutschen Helfer Martin Lautwein dessen monatelangen Albtraum in einem syrischen Gefängnis – und begibt sich auf Spurensuche nach den Verantwortlichen.

Martin Lautwein war 2018 Mitarbeiter einer Hilfsorganisation und wurde ohne Begründung in Syrien inhaftiert. 48 Tage verbrachte er in Einzelhaft unter unmenschlichen Bedingungen. Die Reportage zeigt seine Rückkehr an den Ort des Schreckens und lässt ihn das Erlebte reflektieren – eine emotionale Reise in ein Land, das gezeichnet ist von jahrzehntelanger Unterdrückung.

ProSieben-Dokumentation zeigt syrischen Folteralltag

Zusammen mit dem ebenfalls mehrfach ausgezeichneten Reporter Thilo Mischke konfrontiert sich Lautwein mit seinen Erinnerungen: „Hier war ich fünf Wochen drin“, sagt er beim Besuch seiner ehemaligen Zelle. Die Wände erzählen noch heute von der Gewalt – Spuren von Gefangenen, Kakerlaken und Angst sind allgegenwärtig. Durch den Austausch mit dem Syrer Karim, der zehn Jahre in Foltergefängnissen überlebte, wird das systematische Ausmaß der Repression deutlich.

Die Reportage geht über ein individuelles Schicksal hinaus. „In unseren Interviews war klar: Dieses Volk ist schwer traumatisiert“, so Mischke. Die journalistische Aufarbeitung hinterlässt auch beim Team bleibende Spuren. Produziert wurde die Sendung von PQPP2.

Eine TV-Doku, die unter die Haut geht – am 10. November auf ProSieben und kostenlos auf Joyn.

Die Sendung ist Teil einer herbstlichen Reportagenreihe des Senders, die sich aktuellen gesellschaftlichen und politischen Themen widmet. Weitere Folgen wie „Jenke. Zeitreise“ (17.11.) und „Linda Zervakis. Raus aus der Bildungskrise!“ (24.11.) sind bereits angekündigt.

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