Osnabrück. Mit einer vielbeachteten Auftaktveranstaltung in Georgsmarienhütte hat der Landkreis Osnabrück gemeinsam mit der Polizeiinspektion Osnabrück und der Stadt ein deutliches Zeichen gegen geschlechtsspezifische Gewalt gesetzt. Im Fokus stand ein oft übersehenes Thema: Gewalt in Teenagerbeziehungen.
Teenagerbeziehungen gelten als prägende Lernräume für partnerschaftliches Verhalten. Doch wenn Machtstrukturen und Rollenerwartungen dominieren, kann daraus Gewalt entstehen. Darauf wies Privatdozentin Dr. Iris Stahlke von der Universität Bremen in ihrem Vortrag hin. Sie betonte: „Gewalt in jugendlichen Beziehungen beginnt oft schleichend und bleibt lange unsichtbar.“
Frühzeitige Prävention gegen geschlechtsspezifische Gewalt
Einen Einblick aus der Praxis lieferte Diplom-Sozialpädagogin Esther de Vries vom Kinderschutz-Zentrum Osnabrück. In ihrem Beitrag zur „Sexuellen Gewalt in Peergroups“ schilderte sie, wie junge Menschen durch gezielte pädagogische Ansätze zur Verantwortung für ihr Handeln befähigt werden können. Die Veranstaltung bot zudem Raum für den Austausch mit regionalen Projekten und Fachstellen, darunter Pro Familia Osnabrück.
Gemeinsam stark gegen Gewalt – was Schulen und Fachkräfte jetzt tun können
Das abschließende Podiumsgespräch zeigte: Prävention in jungen Jahren ist entscheidend. Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft, Jugendhilfe und Beratung diskutierten über konkrete Ansätze, um Gewalt vorzubeugen und ein respektvolles Miteinander zu fördern.
Weitere Informationen zu Hilfsangeboten und Projekten gibt es auf der Website des Landkreises Osnabrück sowie bei Pro Familia Osnabrück.
