Wiesbaden. Zum Schuljahresbeginn 2025/2026 wurden in Deutschland rund 811 500 Kinder eingeschult – das sind 18 200 weniger als im Vorjahr. Die Zahl der Schulanfängerinnen und Schulanfänger ist damit um 2,2 Prozent zurückgegangen.
Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, verzeichneten fast alle Bundesländer einen Rückgang bei den Einschulungen. Besonders deutlich war der Rückgang im Saarland mit -8,5 Prozent (780 Kinder weniger), in Sachsen-Anhalt mit -5,6 Prozent (1 080 weniger), in Thüringen mit -5,5 Prozent (1 040 weniger) und in Berlin mit -4,2 Prozent (1 570 weniger). Einzige Ausnahme war Bremen: Dort stieg die Zahl der Einschulungen leicht um 0,6 Prozent (plus 40 Kinder).
Rückgang der Schulanfänger in fast allen Bundesländern
Der Rückgang der Einschulungszahlen ist Teil einer langfristigen demografischen Entwicklung. Sinkende Geburtenraten und regionale Bevölkerungsverschiebungen tragen dazu bei, dass insbesondere ostdeutsche Bundesländer überdurchschnittlich betroffen sind. Bildungsforscher beobachten diese Entwicklung seit Jahren und sehen darin sowohl Herausforderungen für den Bildungssektor als auch Chancen für kleinere Klassengrößen und gezieltere Förderung.
Welche Bundesländer besonders betroffen sind – und was das für die Schulen bedeutet, lesen Sie nach dem Seitenumbruch.
Der vollständige Bericht sowie weiterführende Informationen zur Schulstatistik 2025/2026 sind auf der Website des Statistischen Bundesamtes abrufbar.
