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DIHK fordert Entlastung bei Nachhaltigkeitsberichten: Wirtschaft braucht Spielraum für Wettbewerbsfähigkeit

Brüssel/Berlin. Die Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK) begrüßt die im Europäischen Parlament beschlossenen Erleichterungsvorschläge zur Corporate Sustainability Due Diligence Directive (CSDDD) – mahnt jedoch gleichzeitig eine wirtschaftsnahe Umsetzung an. Achim Dercks, stellvertretender DIHK-Hauptgeschäftsführer, fordert: „Nachhaltigkeit darf nicht gegen Wettbewerbsfähigkeit ausgespielt werden.“

Gesetzliche Nachhaltigkeitsregelungen müssten laut DIHK neben dem Umweltschutz auch die Belastbarkeit der Unternehmen im Blick behalten. Vor allem kleine und mittlere Betriebe seien mit den bisherigen Berichtspflichten häufig überfordert. „Viele Betriebe sind an ihre Grenzen gelangt“, so Dercks. „Jetzt braucht es Entlastung, keine weitere Bürokratie.“

EU-Trilog muss Entlastung sichern

Das Europäische Parlament hat mit dem aktuellen Beschluss erste Schritte für praxistauglichere Regeln gesetzt. In den nun anstehenden Trilog-Verhandlungen mit Rat und Kommission müsse laut DIHK der Entlastungsgedanke im Zentrum stehen. Die Unternehmen bräuchten finanzielle und personelle Ressourcen für Innovationen und die grüne Transformation – nicht für weitere Berichte.

Die DIHK spricht sich grundsätzlich für nachhaltiges Wirtschaften aus, fordert aber eine verhältnismäßige, praktikable Regulierung. Europa müsse seine Wettbewerbsfähigkeit im Blick behalten, um international bestehen zu können.

Weitere Informationen unter www.dihk.de

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