Berlin. Der Verband der Automobilindustrie (VDA) begrüßt den sogenannten Nachhaltigkeits-Omnibus der EU als wichtigen Schritt hin zu mehr Entlastung für Unternehmen. VDA-Präsidentin Hildegard Müller sieht darin ein „überfälliges Signal“ für die Anerkennung des steigenden Regulierungsdrucks – fordert jedoch weitergehende Maßnahmen.
Der Nachhaltigkeits-Omnibus sieht unter anderem eine Straffung der Berichtspflichten im Rahmen der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) sowie der Corporate Sustainability Due Diligence Directive (CSDDD) vor. „Entscheidend ist nun die konsequente Umsetzung der angekündigten Vereinfachungen“, so Müller.
Klare Grenzen für Haftung und Berichte
Die VDA-Präsidentin lobt, dass im Zuge des Omnibus die EU-weite zivilrechtliche Haftung im Lieferkettengesetz gestrichen wurde und sich die Sorgfaltspflichten künftig auf direkte Geschäftsbeziehungen beschränken. Unternehmen müssten nur für Risiken haften, auf die sie realen Einfluss hätten.
Besonders kritisch sieht der VDA die derzeitige Vielzahl an Berichtsanforderungen: „Mit Nachhaltigkeitsberichten, EU-Lieferkettengesetz und Taxonomie werden tausende, teils redundante Daten erhoben – das muss dringend harmonisiert werden“, erklärt Müller. Sie fordert eine Zusammenführung der Berichtspflichten und praxistaugliche Vereinheitlichung der Datenanforderungen.
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