Hannover. Niedersachsens Wirtschaftsminister Grant Hendrik Tonne begrüßt die Ergebnisse des Koalitionsausschusses vom 13. November 2025 als wichtigen Impuls für Wettbewerbsfähigkeit, Versorgungssicherheit und Zukunftsinvestitionen. Besonders der geplante Industriestrompreis, der Ausbau steuerbarer Kraftwerke sowie der neue Deutschlandfonds stehen im Fokus der Bewertung.
Für die energieintensive Industrie in Niedersachsen sieht Tonne im Industriestrompreis ein zentrales Instrument: „Er gibt unseren Betrieben endlich Planungssicherheit bis 2028. Das hilft nicht nur der Produktion und den Arbeitsplätzen, sondern schafft auch Investitionsspielräume für die Transformation.“
Industriestrompreis und Kraftwerksstrategie im Fokus
Ab 2026 sollen energieintensive Unternehmen Strom für 5 Cent pro Kilowattstunde erhalten. Die Differenz zum Marktpreis trägt der Bund über den Klimatransformationsfonds. Niedersachsen erwartet zudem eine langfristige Fortführung der Strompreiskompensation über 2030 hinaus.
Zudem sollen Gaskraftwerke mit einer Kapazität von 8 Gigawatt ausgeschrieben werden – mit Umrüstung auf Wasserstoff bis 2031. Weitere 2 Gigawatt steuerbare Leistung sind technologieoffen geplant. Tonne betont: „Wir brauchen Tempo beim Kraftwerksausbau, um die Energiewende abzusichern.“
Entlastung für Luftverkehr und Stärkung der Regionen
Die angekündigte Senkung der Ticketsteuer ab Juli 2026 entlastet die Luftverkehrsbranche um rund 350 Millionen Euro jährlich. Auch die Flugsicherungsgebühren sollen erstmals sinken. Regionalflughäfen wie Hannover und Braunschweig-Wolfsburg profitieren laut Ministerium direkt davon.
„Gerade für unsere Regionalairports ist das ein wichtiges Signal. Sie sind für Mobilität und Wirtschaft in Niedersachsen unverzichtbar“, so Tonne.
Deutschlandfonds soll privates Kapital mobilisieren
Mit dem neuen Deutschlandfonds will die Bundesregierung mehr privates Kapital für Zukunftsbereiche wie Energieinfrastruktur und sicherheitsrelevante Start-ups mobilisieren. Tonne nennt den Fonds „einen modernen Hebel für Innovations- und Standortförderung“.
Ziel ist es, strukturelle Nachteile bei der Finanzierung junger Unternehmen abzubauen und Finanzierungslücken zu schließen.
Mehr zur Mitteilung gibt es auf der Website des Niedersächsischen Wirtschaftsministeriums.
