Geflügelstall mit Hühnern

Erneute Vogelgrippe-Ausbrüche in Geeste und Lengerich

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Meppen. Die Geflügelpest breitet sich im Landkreis Emsland weiter aus. In der Gemeinde Geeste sowie in der Samtgemeinde Lengerich sind zwei weitere Geflügelbetriebe von hochpathogener aviärer Influenza (HPAI) des Subtyps H5N1 betroffen. Das Friedrich-Loeffler-Institut hat beide Verdachtsfälle bestätigt.

In Geeste handelt es sich um einen Betrieb mit über 53.000 Masthähnchen in zwei Ställen, in Lengerich ist ein Putenmastbetrieb mit rund 10.600 Tieren betroffen. Die Tiere wurden durch eine Fachfirma tierschutzgerecht getötet, die betroffenen Anlagen werden derzeit umfassend gereinigt. Beide Betriebe befinden sich innerhalb bereits bestehender Schutzzonen, deren Ausdehnung nun jedoch angepasst werden muss.

Vogelgrippe Emsland breitet sich aus

In der Schutzzone in Geeste sind inzwischen 15 gewerbliche Betriebe mit über einer Million Tieren und 26 Hobbyhaltungen betroffen. Die Überwachungszone umfasst 95 Betriebe mit mehr als vier Millionen Tieren sowie 242 Hobbyhaltungen. Auch Teile der Grafschaft Bentheim liegen in der erweiterten Zone. Für Lengerich gelten ähnliche Dimensionen: In der Schutzzone liegen 14 Betriebe mit 280.000 Tieren, in der Überwachungszone 53 Betriebe mit etwa drei Millionen Tieren.

Bereits Ende Oktober waren erste Fälle in einer Putenmastanlage in Geeste sowie bei einem Betrieb in Lengerich festgestellt worden. Inzwischen zeigen sich die Ausmaße der Ausbreitung.

Schutzmaßnahmen und Einschränkungen

Der Landkreis Emsland hat umfangreiche Maßnahmen zur Eindämmung der Seuche eingeleitet. In einem Radius von drei Kilometern um betroffene Betriebe gelten Schutzzonen, in einem Umkreis von zehn Kilometern Überwachungszonen. In diesen Gebieten ist der Transport von Geflügel, Eiern und verwandten Produkten verboten. Strenge Biosicherheitsmaßnahmen, darunter Schutzkleidung, Desinfektion und die Aufstallungspflicht, sind einzuhalten.

Zudem wird vor indirekter Übertragung gewarnt, etwa durch verunreinigte Fahrzeuge, Personen oder Kontakt zu Wildvögeln. Die Behörden appellieren eindringlich an Halterinnen und Halter, die bestehenden Vorgaben strikt umzusetzen, um weitere Ausbrüche zu verhindern.

Aktuelle Informationen stellt der Landkreis unter www.emsland.de zur Verfügung.

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