Berlin. Die Berliner Legal-Tech-Plattform Libra Technology schließt sich dem internationalen Informationsdienstleister Wolters Kluwer an. Die Übernahme umfasst ein strategisches Investitionsvolumen von bis zu 90 Millionen Euro und markiert einen Meilenstein in der Entwicklung KI-gestützter juristischer Arbeitsumgebungen in Europa.
Seit ihrer Gründung hat sich Libra auf die Digitalisierung juristischer Arbeitsprozesse spezialisiert und bietet mit ihrem KI-Workspace eine Plattform, die Recherche, Analyse und Dokumentenerstellung intelligent verknüpft. Nun wird Libra Teil von Wolters Kluwer Legal & Regulatory – einer Unternehmenssparte mit jahrzehntelanger juristischer Expertise und starker Marktposition in Europa und den USA.
Juristische KI-Plattform wächst weiter
Mit der Integration in Wolters Kluwer erhält Libra Zugang zu einem umfassenden Pool an qualitätsgeprüften Rechtsinhalten. „Diese Verbindung erlaubt es uns, unsere Technologie noch enger mit führenden juristischen Inhalten zu verzahnen“, betont Viktor von Essen, Co-Founder und CEO von Libra. Bereits heute nutzen über 9.000 Juristinnen und Juristen in mehr als 800 Kanzleien und Rechtsabteilungen die Plattform.
Martin O’Malley, CEO von Wolters Kluwer Legal & Regulatory, sieht in der Übernahme eine konsequente Erweiterung der eigenen KI-Strategie: „Libras Lösung ergänzt unsere bestehenden Expert-AI-Produkte und beschleunigt unsere Entwicklungsroadmap entscheidend.“
Neben der Erweiterung des Produktportfolios steht insbesondere die Skalierung im europäischen Raum im Fokus. In den kommenden Monaten soll Libra vollständig lokalisiert in weitere europäische Märkte eingeführt werden.
Intelligente Arbeitsprozesse für die juristische Praxis
Laut Co-Founder und CTO Dr. Bo Tranberg wird die Plattform künftig noch stärker in gängige Tools wie Microsoft Word und Outlook integriert, um juristische Arbeit nahtlos in bestehende Systeme einzubetten. Ziel sei eine praxisnahe, kontextbezogene KI-Unterstützung für die tägliche juristische Arbeit.
Die Übernahme ist nicht nur ein wirtschaftlicher Schritt, sondern Ausdruck eines gemeinsamen Verständnisses: „KI entfaltet ihr volles Potenzial nur auf Grundlage verlässlicher, juristisch fundierter Inhalte“, heißt es seitens Libra.
Für die bestehende Nutzerbasis bedeutet der Zusammenschluss eine Stärkung der Plattform – mit Ausblick auf tiefere Funktionalitäten, lokalisierte Inhalte und mehr Effizienz im Arbeitsalltag.