Gruppenfoto von Mitgliedern des IHK-Fachausschusses Mobilität vor einem modernen Gebäude.

Fachkräfte für Logistik: IHK sieht Zuwanderung als zentrale Chance

Anzeige
Kunde Kopfpunk-Topbanner

Lingen. Der IHK-Fachausschuss Mobilität und Infrastruktur betonte bei seiner jüngsten Sitzung in Lingen die Bedeutung von Arbeits- und Fachkräfteeinwanderung für die Zukunftsfähigkeit der Logistikbranche. In Zeiten zunehmenden Fachkräftemangels seien pragmatische Lösungen gefragt – insbesondere bei Rekrutierung, Behördenprozessen und Integration im Arbeitsalltag.

Gastgeber der Sitzung war die Mainka Bau GmbH & Co. KG. Ausschussvorsitzender Andreas Wolke-Hanenkamp, Geschäftsführer der NOSTA Logistics GmbH, machte deutlich: „Die Herausforderungen wachsen. Der Arbeitskräftemangel spitzt sich durch den demografischen Wandel weiter zu. Ohne gezielte Zuwanderung ist die Lage nicht zu bewältigen.“ Gleichzeitig warnte er vor überbordender Bürokratie. Integration beginne im Unternehmen und gelinge am besten durch eine gelebte Willkommenskultur.

Logistik braucht internationale Arbeitskräfte

Die Vertreter der Mainka Bau GmbH & Co. KG stellten ihr Programm „Profis werben Profis“ vor, mit dem neue Mitarbeitende über Empfehlungen gewonnen werden. Social Media spiele dabei ebenfalls eine wichtige Rolle. Personalreferentin Saskia Zwake und Personalleiter Martin Deters schilderten, wie wichtig Flexibilität und Nähe zu den Beschäftigten bei der Fachkräftesicherung seien.

Auch seitens der Arbeitsagentur Nordhorn wurde auf aktuelle Zahlen hingewiesen: Trotz vergleichsweise niedriger Arbeitslosenquoten von 3,4 Prozent in Nordhorn und 4,9 Prozent in Osnabrück sei der Bedarf an zusätzlichen Fachkräften hoch. Reinhard Greß von der Agentur betonte: „Ohne Zuwanderung wären die Engpässe auf dem Arbeitsmarkt deutlich größer.“

Appell an Politik und Behörden

IHK-Vertreterin Anke Schweda forderte, den Zugang zum Arbeitsmarkt für Fachkräfte aus dem In- und Ausland zu beschleunigen. Nur mit zügigen Verfahren bleibe die Wirtschaft leistungsfähig. Der Fachausschuss formulierte klare Erwartungen an Verwaltung und Gesetzgeber: weniger Formalismus, mehr Handlungsspielräume.

Der IHK-Fachausschuss Mobilität und Infrastruktur trifft sich drei Mal jährlich und entwickelt Positionen für die Vollversammlung der Industrie- und Handelskammer Osnabrück – Emsland – Grafschaft Bentheim. Der Ausschuss besteht aus Unternehmerinnen und Unternehmern, die sich ehrenamtlich für wirtschaftsrelevante Infrastrukturthemen engagieren.

Gefällt dir’s? Dann teil’s doch!

Facebook
LinkedIn
WhatsApp
Email

Weitere Artikel