VDA fordert: „2025 als Jahr der wirtschaftlichen Trendwende“

VDA begrüßt EU-Digitalreform und Masterplan Ladeinfrastruktur 2030

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Berlin. Der Verband der Automobilindustrie (VDA) sieht in der Digitalstrategie der EU-Kommission und dem Masterplan Ladeinfrastruktur der Bundesregierung wichtige Impulse für den Wirtschaftsstandort Deutschland und die Mobilitätswende. VDA-Präsidentin Hildegard Müller äußerte sich am 19. November 2025 positiv zu beiden Vorhaben – mahnte jedoch gleichzeitig zügige Umsetzungen und weitere Maßnahmen an.

Digital-Omnibus soll Unternehmen entlasten

Mit dem von der Europäischen Kommission vorgestellten „Digital Package“ und dem darin enthaltenen „Digital-Omnibus“ sollen bestehende EU-Regelungen zur Digitalisierung vereinfacht und besser aufeinander abgestimmt werden. Ziel ist es, Unternehmen in Europa einen moderneren, praxisnahen Rechtsrahmen zu bieten. Der VDA lobt insbesondere die geplante zentrale Meldeplattform für Cybersicherheitsvorfälle sowie vereinfachte technische Dokumentationspflichten für kleine und mittlere Unternehmen.

„Der Digital-Omnibus war längst überfällig, um Europas digitalen Rechtsrahmen an die Realität der digitalen Transformation anzupassen“, so Hildegard Müller. Der Verband begrüßt auch die Absicht der Kommission, den AI-Act innovationsfreundlicher zu gestalten.

Zugleich betont Müller, dass auch der Datenschutz praxisnäher werden müsse: „Die EU-Kommission muss bei der Änderung der DSGVO sicherstellen, dass deren Anwendung für Unternehmen transparenter und überschaubarer wird – ohne den Datenschutzstandard zu senken.“ Die Einführung einer sogenannten Data Union Strategy, um qualitativ hochwertige Daten für KI nutzbar zu machen, sei ebenfalls ein Schritt in die richtige Richtung.

Masterplan Ladeinfrastruktur: E-Mobilität stärken

Auch zum am selben Tag vom Bundeskabinett verabschiedeten Masterplan Ladeinfrastruktur 2030 nimmt der VDA Stellung. Dieser enthält Maßnahmen zur Beschleunigung des Ladesäulenausbaus und zur Attraktivitätssteigerung der E-Mobilität – etwa durch mehr Transparenz bei Ladepreisen, schnellere Genehmigungsverfahren und gezielte Förderprogramme für Ladepunkte an Mehrparteienhäusern.

„Für die Verbraucher und für die Elektromobilität ist das eine gute Nachricht“, so Müller. Besonders begrüßt wird vom Verband der geplante Ausbau des Ladenetzes für E-Lkw entlang der Autobahnen und die gesetzlich gestärkte Perspektive für das bidirektionale Laden – also die Rückspeisung von Strom aus Fahrzeugen ins Netz.

Kritik übt der VDA allerdings an der mangelnden Berücksichtigung leichter E-Nutzfahrzeuge. Laut Eva Siegfried, Leiterin der VDA-Pressestelle, fehlen im Masterplan konkrete Maßnahmen zur Ladeinfrastruktur für dieses wachsende Fahrzeugsegment – insbesondere im urbanen Raum.

Wegweisende Entwicklungen für die Branche

Beide Strategien – auf EU- wie auf Bundesebene – verdeutlichen den Wandel, in dem sich die Automobilindustrie befindet. Digitalisierung, Künstliche Intelligenz und Elektromobilität bilden zentrale Säulen zukünftiger Wettbewerbsfähigkeit. Der VDA fordert, dass neben ambitionierten Zielsetzungen auch pragmatische Umsetzungen folgen müssen.

„Digitale und datengetriebene Geschäftsmodelle sind entscheidend für die wirtschaftliche Zukunft Europas“, betont Hildegard Müller. „Entscheidend ist, dass die regulatorischen Rahmenbedingungen verlässlich, innovationsfreundlich und umsetzbar gestaltet werden – und das in absehbarer Zeit.“

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