Einsatz für Menschen in Not und Armut weltweit damals wie heute
Bonn. Vor 80 Jahren, im Jahr 1945, war Europa nach dem Zweiten Weltkrieg stark betroffen von Hunger, Obdachlosigkeit und einem Mangel an grundlegenden Lebensmitteln. Um den damaligen Bedürfnissen gerecht zu werden, gründeten 22 US-Wohlfahrtsverbände die Organisation C.A.R.E. – „Cooperative for American Remittances to Europe“. Damit wurde das berühmte CARE-Paket ins Leben gerufen, welches heute die zentrale Idee der humanitären Hilfe in Europa symbolisiert.
Hilfe für Millionen Menschen
In den ersten Jahren verstreute sich die Wirkung der CARE-Pakete über ganz Europa. Bis 1960 wurden rund 100 Millionen dieser Pakete an bedürftige Menschen verteilt, wovon über zehn Millionen allein nach Deutschland gelangten. „Das war bedingungslose Hilfe von Mensch zu Mensch über ehemalige Feindeslinien hinweg“, erklärt Prof. Dr. Claudia Warning, Präsidentin von CARE Deutschland.
CARE ist heute eine bedeutende internationale Hilfsorganisation, die in mehr als einhundert Ländern tätig ist und sich gegen Armut und Hunger einsetzt. Der Fokus liegt dabei vorrangig auf der Unterstützung von Mädchen und Frauen, um Geschlechtergerechtigkeit sowie soziale und klimatische Gerechtigkeit zu fördern. Seit der Gründung hat CARE über 1,1 Milliarden Menschen weltweit unterstützt.
Herausforderungen in der heutigen Zeit
Die aktuelle Situation zeigt, dass der Bedarf an humanitärer Hilfe in Europa nach wie vor drängend ist. Prof. Dr. Warning mahnt: „Uns wurde in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg geholfen, obwohl Deutschland den Krieg zu verantworten hatte. Heute jedoch werden durch massive finanzielle Kürzungen die Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe zunehmend zum Luxusgut.“
In vielen Ländern, wie dem Sudan, dem Gazastreifen und der Ukraine, sind die Herausforderungen alarmierend. Hunger, Gewalt gegen Frauen und Mädchen sowie Zwangsvertreibungen bestimmen das Leben der Menschen. Die Anzahl der Menschen, die auf humanitäre Hilfe angewiesen sind, steigt kontinuierlich. Der Rückgang der globalen Finanzierung humanitärer Hilfe ist besorgniserregend, während Kriege und Konflikte zunehmen und die Schere zwischen Arm und Reich sich weiter öffnet.
Diese Entwicklungen unterstreichen die Wichtigkeit von verlässlicher und schneller Hilfe, insbesondere im Hinblick auf die aktuellen Krisen.
Vision für die Zukunft
„Unsere Vision ist eine Welt der Hoffnung, Inklusion und sozialen Gerechtigkeit, in der die Armut besiegt ist und alle Menschen in Würde und Sicherheit leben,“ sagt Warning. CARE setzt seine Anstrengungen fort, um ein besseres Leben für viele Menschen zu ermöglichen, und ist stolz auf das Vertrauen, das ihr seit nunmehr 80 Jahren entgegengebracht wird.
Abschließend lässt sich sagen, dass die humanitäre Hilfe in Europa und weltweit mehr denn je gefordert ist. Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, sich über Möglichkeiten zu informieren, wie sie selbst zur Unterstützung dieser Sache beitragen können und damit das Erbe von CARE und die Vision von sozialen Gerechtigkeit fortführen können.
