"Die Wärmepumpe ist ein Gewinnerthema, leider haben noch nicht alle das Potenzial erkannt." , betonte Dr. Martin Sabel beim 23. FORUM Wärmepumpe in Berlin. / Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/114618 / Die Verwendung dieses Bildes für redaktionelle Zwecke ist unter Beachtung aller mitgeteilten Nutzungsbedingungen zulässig und dann auch honorarfrei. Veröffentlichung ausschließlich mit Bildrechte-Hinweis.

Wärmepumpenmarkt wächst: BWP hebt Branchenprognose beim FORUM Wärmepumpe an – unter einer Bedingung

Berlin. Laut dem Bundesverband Wärmepumpe (BWP) e.V. wird der Wärmepumpenmarkt in Deutschland im Jahr 2025 voraussichtlich einen Absatz von etwa 300.000 Geräten erreichen, was einem Anstieg von über 50 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Bei der Präsentation dieser Prognose auf dem 23. FORUM Wärmepumpe in Berlin betonten die Verantwortlichen die Notwendigkeit stabiler Rahmenbedingungen für eine nachhaltige Marktentwicklung.

Wärmepumpe als neue Standardheizung

Der deutsche Wärmepumpenmarkt zeigt sich laut BWP im Jahr 2025 stabil und dynamisch. Seit März 2023 bewegen sich die monatlichen Verkaufszahlen konstant um 25.000 Geräte, während im September und Oktober sogar über 30.000 Wärmepumpen abgesetzt wurden. Bis Oktober 2023 liegt der Absatz bereits bei etwa 255.000 Geräten, was einem Plus von 57 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht.

Claus Fest, Vorstands­vorsitzender des BWP, erklärte: „Die Wärmepumpe hat das Rennen gemacht und wird ihren Status als die neue Standardheizung in Deutschland verteidigen.“ Diese positive Entwicklung wird auch von BWP-Geschäftsführer Dr. Martin Sabel unterstützt, der betonte, dass die Wärmepumpe nicht nur eine umweltfreundliche Heiztechnik darstellt, sondern auch positive Auswirkungen auf den Industriestandort und die Schaffung von Arbeitsplätzen hat.

Zukünftige Entwicklungen

Auf Basis der aktuellen Marktlage hat der BWP seine Prognose für 2026 überarbeitet. Im „Business as Usual“-Szenario werden nun 410.000 verkaufte Wärmepumpen erwartet, was eine deutliche Erhöhung gegenüber der vorherigen Schätzung ist. Im ambitionierten KLIMASzenario könnten es sogar über 530.000 Geräte werden, vorausgesetzt, dass die Rahmenbedingungen stabil bleiben und Maßnahmen zur Verbesserung des Verhältnisses von Strom- zu Gaspreisen ergriffen werden.

„Die schwarz-rote Koalition könnte die ursprünglich angestrebten Zahlen erreichen, die für die Klimaziele im Gebäudesektor notwendig sind“, so Sabel. Der BWP-Vorstandsvorsitzende Fest forderte zudem eine Überprüfung der Stromsteuer, die seiner Meinung nach nicht mehr den heutigen Anforderungen für den Klimaschutz gerecht wird.

Stabilität der Rahmenbedingungen

Die aktuellen Prognosen unterstreichen die Bedeutung stabiler Regeln für den Wärmepumpenmarkt. Sabel äußerte Unverständnis über die anhaltende Diskussion um bereits getroffene Entscheidungen, die lediglich zu Verunsicherung führen. „Es ist wichtig, dass verlässliche Regeln gelten. Jedes Infragestellen bereits getroffener Entscheidungen wie beim Gebäudeenergiegesetz oder bei der CO2-Bepreisung verzögert Investitionsentscheidungen“, betonte er.

Er warnte davor, dass unüberlegte Veränderungen in der Gesetzgebung negative Folgen haben könnten, und forderte eine wasserdichte Novellierung der Regeln, um Rechtssicherheit für Verbraucher und Unternehmen zu gewährleisten.

Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.

Die Entwicklung des Wärmepumpenmarkts in Deutschland ist nicht nur für die Umwelt von Bedeutung, sondern könnte auch weitreichende wirtschaftliche Konsequenzen nach sich ziehen. Die Nachfrage nach Wärmepumpen spiegelt sich in positiven Trends im Handwerk und der Industrie wider, wodurch neue Arbeitsplätze geschaffen werden könnten. Um die ambitionierten Klimaziele zu erreichen, sind jedoch stabile politische Rahmenbedingungen und gezielte Fördermaßnahmen notwendig. Der Wärmepumpenmarkt in Deutschland hat das Potenzial, eine Schlüsselrolle im Übergang zu einer nachhaltigeren Energieversorgung zu spielen.

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