Nordhorn. Am Sonntag, den 7. Dezember, lädt das Stadtmuseum Nordhorn um 11.30 Uhr zu einer öffentlichen Themenführung ein. Im Mittelpunkt steht dabei die Geschichte der Textilindustrie und ihr prägender Einfluss auf die Entwicklung der Stadt. Der Rundgang durch die Dauerausstellung im NINO-Hochbau bietet spannende Einblicke in eine Zeit, in der Nordhorn als „Textilstadt“ deutschlandweit bekannt war.
Die Führung beleuchtet die Rolle der traditionsreichen Unternehmen NINO, Povel und Rawe, deren Fabrikgebäude einst das Stadtbild dominierten. Rauchende Schlote und geschäftiges Treiben bestimmten seit dem späten 19. Jahrhundert den Alltag Tausender Arbeiterinnen und Arbeiter. Doch die wirtschaftliche Monostruktur brachte auch Herausforderungen, die bereits in den 1920er Jahren erkennbar waren.
Von der Blüte bis zum Wandel
Nach dem Zweiten Weltkrieg erlebte Nordhorn einen erneuten wirtschaftlichen Aufschwung, getragen von der Textilindustrie. In den 1960er und 1970er Jahren waren die Unternehmen global tätig und Nordhorn ein bedeutender Industriestandort. Mit dem späteren Zusammenbruch der Textilwirtschaft veränderte sich das Stadtbild erneut – der Strukturwandel hinterließ sichtbare Spuren.
Die Führung zeigt, wie eng Stadtentwicklung und Industriegeschichte miteinander verflochten sind. Das Wechselspiel dieser beiden Faktoren wird im Rundgang eindrucksvoll dargestellt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Der Eintritt beträgt 4 Euro, ermäßigt 3 Euro, Kinder und Jugendliche haben freien Eintritt.
Geschichte vor Ort entdecken
Das Angebot richtet sich an alle, die sich für lokale Geschichte interessieren oder mehr über die Identität Nordhorns erfahren möchten. Weitere Informationen finden sich auf der Website des Stadtmuseums Nordhorn sowie im Bereich Kultur auf regionalupdate.de.
