Lächelnder Mann mit Brille und Anzug, der in die Kamera schaut, mit einem freundlichen Ausdruck im Gesicht.

Bundeshaushalt 2026: Industrieforschungsprogramme für nachhaltige Innovationskraft

Anzeige

Köln. Der Innovationsindikator für Deutschland, der die Innovationsfähigkeit und Schlüsseltechnologien analysiert, zeigt mit Platz 12 einen inakzeptablen Stand für das Land. Jens Jerzembeck, Vorstand der AIF – Allianz für Industrie und Forschung, äußerte sich im Rahmen der Diskussion um den Bundeshaushalt 2026 am 28. November 2025 besorgt über die mangelnden Investitionen in Forschungsförderprogramme.

Investitionen für Innovationen

Im Rahmen des Bundeshaushalts 2026 sind insgesamt 772,5 Millionen Euro für verschiedene Förderprogramme vorgesehen, darunter das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM), das Innovationsprogramm Geschäftsmodelle und Pionierlösungen (IGP) sowie die Förderung der Innovationskompetenz mit gemeinnützigen Industrieforschungseinrichtungen (INNO-KOM). Trotz dieser Summe sieht Jerzembeck die Investitionen als grundlegend zu gering an.

Die AIF fordert eine Erhöhung der Mittel um eine Milliarde Euro für die industrielle Forschungsförderung. Dies sei notwendig, um die Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen zu sichern. Der Vorstand wies auf den speziellen Mittelbedarf der verschiedenen Programme hin: 300 Millionen Euro für die Industrielle Gemeinschaftsforschung (IGF), 600 Millionen Euro für das ZIM und 100 Millionen Euro für die INNO-KOM.

Rückgang der Mittel für Forschung

Der Entwurf des Haushaltsgesetzes bewertet die Mittel für die IGF mit etwa 178,5 Millionen Euro und zeigt damit eine Reduzierung um zwei Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr. Jerzembeck äußerte sich kritisch zu dieser Entscheidung und stellte fest, dass der Mittelbedarf für die IGF aufgrund der engen Zusammenarbeit mit forschungsaffinen Unternehmen um 50 Prozent höher sein müsste, um Wachstum zu erzeugen.

Auch die Mittel für das INNO-KOM-Programm sinken um 5,5 Millionen Euro auf nur noch 67,5 Millionen Euro im Jahr 2026. Diese Reduktionen könnten langfristig die Realisierung wichtiger Forschungsprojekte beeinträchtigen und bremsten die Innovationsdynamik in Deutschland.

ZIM – ein Auf und Ab

Für das ZIM werden im kommenden Jahr 536,4 Millionen Euro bereitgestellt. Dies ist eine langsame Erholung nach einem drastischen Rückgang auf 502,3 Millionen Euro im Jahr 2025. Jerzembeck sieht die entschiedene Rückkehr zu stabileren Budgets als positives Signal für Forschung und Entwicklung im Mittelstand, jedoch müssen die Mittel auf einem nachhaltig höheren Niveau stabil bleiben.

Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.

Insgesamt richtet sich der Appell der AIF an die politischen Entscheidungsträger, die finanziellen Mittel für Forschung und Innovation verstärkt bereitzustellen. Die Bedeutung dieser Investitionen für die regionale Wirtschaft und die Zukunft der deutschen Industrie ist entscheidend, um im internationalen Wettbewerb nicht nur mitzuhalten, sondern auch führend zu bleiben. Der Fokus auf Forschung und Innovation ist unerlässlich, um die Herausforderungen der Zukunft erfolgreich anzugehen und die Grundlage für nachhaltiges Wachstum zu legen.

Gefällt dir’s? Dann teil’s doch!

Facebook
LinkedIn
WhatsApp
Email

Weitere Artikel