Düsseldorf. Unter dem Motto „Gemeinsam Notapotheke sein“ unterstützen Apothekerinnen und Apotheker aus Nordrhein erneut ein Krankenhaus im Sudan mit dringend benötigten Medikamenten. Die Kampagne der Apothekerkammer Nordrhein und des Gesundheitshilfswerks action medeor beginnt in diesen Tagen und konzentriert sich auf das Mother of Mercy Hospital in den Nuba-Bergen.
Apotheker helfen im Sudan
Das Mother of Mercy Hospital befindet sich in einer der unzugänglichsten Regionen der Welt, den Nuba-Bergen. Hier leiden die Menschen unter den Folgen eines brutalen Bürgerkriegs, der viele in diese Region fliehen lässt. „Viele der Patienten reisen tagelang zu Fuß an, ständig bedroht von Bombenangriffen, Landminen und Hunger“, schildert Dr. Angela Zeithammer, Vorständin von action medeor. Täglich werden über 700 Patienten im Krankenhaus behandelt, von denen viele Kinder sind. Erkrankungen wie Tuberkulose, Lepra und Cholera sind weit verbreitet, doch häufig fehlt es an den notwendigen Medikamenten.
Um die medizinische Versorgung zu verbessern, plant action medeor eine Hilfslieferung an das Krankenhaus. In der sogenannten Notapotheke der Welt in Tönisvorst werden derzeit verschiedene medizinische Güter, darunter Antibiotika, Schmerzmittel und Verbandsmaterialien, zusammengestellt. „Außerdem prüfen wir, wie wir spezielle Medikamente etwa gegen Tuberkulose beschaffen können, denn dafür herrscht dringender Bedarf“, ergänzt Zeithammer.
Die Apothekerkammer Nordrhein und action medeor rufen die Apotheken in den Regierungsbezirken Düsseldorf und Köln auf, sich an dieser wichtigen Kampagne zu beteiligen. „In dieser Woche werden wir einen Aufruf an alle Apotheken in Nordrhein senden, sich an der Kampagne zu beteiligen und das engagierte Klinik-Team zu unterstützen“, kündigt Dr. Armin Hoffmann, Präsident der Apothekerkammer Nordrhein, an.
Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.
Die Kooperation zwischen action medeor und der Apothekerkammer Nordrhein besteht bereits seit zehn Jahren. In diesem Zeitraum haben die Spenden der Apothekerinnen und Apotheker maßgeblich dazu beigetragen, Menschen in Krisengebieten mit benötigten Medikamenten und medizinischer Ausstattung zu versorgen. Im Hauptsitz von action medeor sind auf 4.000 Quadratmetern rund 150 essenzielle Medikamente eingelagert. Im Ernstfall kann das Hilfswerk sehr schnell medizinische Versorgung in jedes Land der Welt bringen.
Wer das Hilfswerk unterstützen möchte, kann eine Spende an das Spendenkonto der Volksbank Krefeld unter der IBAN DE12 3206 0362 0555 5555 55 mit dem Stichwort „action medeor – Nothilfe Sudan“ richten oder sich online unter www.medeor.de/spenden informieren.
Zusammengefasst leisten Apothekerinnen und Apotheker aus Nordrhein einen wertvollen Beitrag zur Unterstützung des Mother of Mercy Hospitals im Sudan. Mit ihrer Hilfe wird die medizinische Versorgung in einer Region, die von Krieg und Armut geprägt ist, entscheidend verbessert. Die Initiative zeigt, wie sich lokale Akteure für die globale Gesundheit einsetzen können.
