Bauarbeiten an einer Brücke mit Kränen und Bauarbeitern in einer urbanen Umgebung bei Nacht.

Seit 125 Jahren: Schmees & Lühn aus Niederlangen baut Weltrekord-Brücken aus Holz und Stahl

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Das Emsländer Unternehmen Schmees & Lühn aus Niederlangen feiert in diesem November sein 125-jähriges Bestehen und zeigt sich im Jubiläumsjahr bestens gerüstet für die Fertigung komplexer Fußgänger- und Radfahrerbrücken. Mit über 3.000 produzierten Brücken in Deutschland, Europa und Übersee hat sich der Traditionsbetrieb als Spezialist für Holz- und Stahlkonstruktionen etabliert. Geschäftsführer Josef Schmees betont: „Wo andere Handwerksbetriebe in erster Linie Probleme in der Umsetzung von Brückenbauprojekten sehen, wird es für uns erst richtig spannend.“ Unter den jährlich mehr als 70 Brücken aus dem Hause Schmees & Lühn finden sich mittlerweile viele herausragende Lösungen.

Von Tübingen bis Zwolle: Innovation mit Superlativen

Das Emsländer Know-how zeigt sich in aktuellen, herausragenden Projekten, die auf Nachhaltigkeit und innovative Bauweisen setzen. In Mannheim realisierte Schmees & Lühn den Franklin-Steg, der als die weltweit längste integrale (fugenlose) Holzbrücke gilt. Dort kommen filigrane Carbonbetonplatten statt des üblichen Stahlbetons zum Einsatz, was die CO2-Emissionen entlastet. Auch die Passerelle im niederländischen Zwolle wurde 2025 in Holzbauweise fertiggestellt: Mit 130 Metern Länge zählt sie zu den größten Holzbrücken ihrer Art in Europa. Zudem wurden im Oktober 2024 Radwegbrücken für das „Superradwegenetz Tübingen“ fertiggestellt, die beheizbar sind und in der kalten Jahreszeit erwärmt werden.

Standort Niederlangen wird weiter ausgebaut

Um Projekte dieser Dimensionen überhaupt realisieren zu können, investierte das Unternehmen 2022 in neue Fertigungshallen in Niederlangen. Dort können Bauteile mit bis zu 60 Metern Länge und 80 Tonnen Gewicht als komplette Einzelstücke gefertigt werden. Die Geschäftsführung, bestehend aus Josef Schmees und Tobias Tebbel, plant weitere Investitionen in die Optimierung verschiedener Prozesse, wie die Digitalisierung, sowie Qualifizierungsmaßnahmen für die rund 75 Mitarbeitenden. In den kommenden Jahren will das Unternehmen zudem neue Verfahren wie moderne Verbindungstechniken und die Schubbauweise (2026 bei Wickede) zur Anwendung bringen, um seine Vorreiterrolle im Ingenieurbau zu festigen.

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