München. Laut einer aktuellen Umfrage der ADAC Zuhause Versicherung hat jeder Fünfte in Deutschland Angst vor Einbrüchen. Dies zeigt eine repräsentative Erhebung, die auch Alarmglocken hinsichtlich der steigenden Einbruchszahlen zum Jahresende läutet. Das Thema Angst vor Einbrüchen wird immer drängender, insbesondere in urbanen Gebieten.
Schutz vor Einbrüchen wichtig!
Die Umfrage ergab, dass 21 Prozent der Befragten Angst vor einem Wohnungseinbruch haben. Gleichzeitig berichten 19 Prozent von Einbrüchen in der Nachbarschaft, und fast zehn Prozent waren selbst schon Opfer eines Einbruchs. In den letzten Monaten wurde ein Anstieg der Einbruchszahlen festgestellt, insbesondere im Zeitraum von November bis Dezember 2024. In diesem Zeitraum wurden laut Versicherern rund 90.000 Einbrüche registriert, was einem Einbruch alle sechs Minuten entspricht.
Während in ländlichen Gebieten etwa jeder Fünfte (20 Prozent) Angst hat, sind es in Großstädten ab 500.000 Einwohnern sogar 24 Prozent. Diese geografische Schere verdeutlicht, wie wichtig es ist, sich mit dem Thema Einbruchschutz auseinanderzusetzen, besonders in städtischen Regionen.
Vorbereitung auf den Ernstfall
Trotz der weitverbreiteten Angst vor Einbrüchen zeigt die Umfrage, dass viele Präventionsmaßnahmen noch unzureichend umgesetzt werden. Zwar schließen 85 Prozent der Befragten ihre Wohnungstür, und 77 Prozent sorgen dafür, dass Fenster geschlossen sind. Überraschend ist jedoch, dass nur 51 Prozent ihrer Nachbarn über längere Abwesenheiten informieren. Zudem sind lediglich 24 Prozent der Wohnungstüren durch besondere Schließvorrichtungen gesichert.
Experten raten dazu, den mechanischen Schutz von Türen und Fenstern zu erhöhen. Einhöhungen wie zusätzliche Türschlösser und Fenstersicherungen können wesentlich dazu beitragen, Einbruchsversuche zu vereiteln. „Die meisten Einbrüche erfolgen über schlecht gesicherte Eingänge“, sagt Sascha Herwig, Vorstandsvorsitzender der ADAC Zuhause Versicherung.
Hausratversicherung und ihre Bedeutung
Die Rolle der Hausratversicherung wird oft unterschätzt. Laut Umfrage halten 72 Prozent der Befragten einen Versicherungsschutz für notwendig, doch nur 19 Prozent haben eine Liste ihrer Wertgegenstände erstellt. Diese Liste ist jedoch wichtig, um im Falle eines Einbruchs schnell und effizient mit der Versicherung zu kommunizieren. Erschreckend ist, dass 37 Prozent kaum Wissen über die Leistungen ihrer Hausratversicherung haben, obwohl diese entscheidend für den Schutz vor materiellen Schäden ist.
Die ADAC SE hat sein Versicherungsangebot in den letzten Jahren ausgeweitet und bietet nun auch spezielle Schutzbriefe an. Diese helfen, Einbruchsopfern direkt zur Seite zu stehen, indem sie Handwerkernetzwerke zur Verfügung stellen und schnelle Hilfsleistungen anbieten.
Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.
Die Aufklärung über Einbruchschutz ist für die Münchener Bevölkerung von hoher Bedeutung. Durch gezielte Informationsveranstaltungen und Schulungsangebote könnten Maßnahmen zur Erhöhung der Sicherheit in den Haushalten gefördert werden. Zudem könnte die Stadtverwaltung Informationen bereitstellen, um das Bewusstsein für Sicherheitstechnik zu schärfen und die Bürger zu ermutigen, aktiv zu werden.
Das steigende Bewusstsein für die Angst vor Einbrüchen und die entsprechenden Vorkehrungen können nicht nur das individuelle Sicherheitsempfinden stärken, sondern auch das Gemeinschaftsgefühl in den Stadtteilen fördern. Die oben gegebenen Empfehlungen zur Sicherheit und der Kontakt zu lokalen Sicherheitsdiensten sind einfache, aber effektive Schritte, die jede Person und Familie umsetzen kann, um sich und ihr Zuhause zu schützen.
